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Teltow-Fläming Enttäuschung beim „Runden Tisch“
Lokales Teltow-Fläming Enttäuschung beim „Runden Tisch“
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07:05 04.02.2017
Mechthild Falk und ihre Mitstreiter am „Runden Tisch Asyl“ lassen sich von mangelnder Unterstützung der Stadt nicht entmutigen. Quelle: Peter Degener
Jüterbog

Schulen und Vereine, Bürger und natürlich die Stadtverwaltung waren am Donnerstag zum Neustart des „Runden Tischs Asyl“ in die Kreishandwerkerschaft eingeladen worden. Pfarrerin Mechthild Falk hatte besonders viele Institutionen eingeladen, die sich regelmäßig mit Fragen der Integration auseinandersetzen müssen. Weil ein offizieller Ausländerbeirat von den Stadtverordneten auch mit dem Argument des bereits bestehenden Runden Tisches abgelehnt worden war, sollte an diesem Abend die neue Rolle als Netzwerk zwischen allen Partnern besprochen werden.

Sichtliche Enttäuschung

„Wieder sind wir unter uns“, eröffnete Mechthild Falk mit sichtlicher Enttäuschung die Runde. Denn ur die üblichen Teilnehmer waren vertreten – Flüchtlingshelfer, die Leiter der Jüterboger Unterkünfte und Vertreter des Diakonischen Werks saßen bereit. Zwei Schulen hatten abgesagt, da der Termin in den Ferien tatsächlich unglücklich gewählt war, wie Falk zugab. Doch von anderer Stelle hatte sie mehr erwartet. Mit Galgenhumor nahm Nadine Fischer die Situation auf: „Anscheinend gibt es keine Jüterboger, die Sorgen oder Probleme mit Flüchtlingen haben, denn sonst wären sie ja hier.“

Auf Seiten der Flüchtlingshelfer gibt es aber ein dringendes Problem. Die Versorgung mit Kita-Plätzen in der Stadt sei „katas­trophal“, sagt Falk. Mindestens 24 Kinder im Kita-Alter sind in Jüterbog untergebracht. Die Stadt habe jedoch nur zwei Kita-Plätze zugesichert. Zwar sind viele Mütter nicht arbeitstätig und könnten theoretisch selbst Kinder betreuen – sie sind aber vom Jobcenter und dem Integrationsgesetz dazu verpflichtet, an Deutsch-Kursen teilzunehmen, was wenig erfolgversprechend ist, wenn viele Kleinkinder dabei sind.

Ein Versehen des Rathauses

„Es ist wichtig, dass die Kinder vor der Einschulung schon in der Kita gewesen sind. Das hilft beim Schulbeginn immens, anderenfalls werden alle Grundschüler dadurch ausgebremst“, warnt Falk. Sie hatte deshalb die städtische Sachgebietsleiterin Anke Stöckigt eingeladen. Auf Nachfrage der MAZ stellte sich am Freitag heraus, dass die Einladung zum Runden Tisch im Rathaus untergegangen war. Vize-Bürgermeister Joachim Wasmansdorff beteuerte, dass es sich um ein Versehen gehandelt habe.

Entmutigen ließen sich die Anwesenden vom fehlenden Zuspruch nicht. Unabhängig vom Runden Tisch treffen sie sich seit langem alle 14 Tage montags um als Flüchtlingshilfe Jüterbog ihre Aktivitäten zu koordinieren. „Der Runde Tisch war vor allem als Angebot nach außen gedacht. Aber in der Flüchtlingshilfe werden wir weiter intensiv arbeiten“, so Falk. Dafür sollen die bisher internen Treffen im „Treffpunkt Arche“ in der Großen Straße 58 künftig öffentlich sein. Der nächste Termin ist der 13. Februar um 18.30 Uhr.

Von Peter Degener

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