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Teltow-Fläming Erfolg für Jüterboger Flüchtlingshelfer
Lokales Teltow-Fläming Erfolg für Jüterboger Flüchtlingshelfer
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07:49 03.08.2017
Die Aktivitäten der Jüterboger Flüchtlingshilfe sind vielfältig wie hier beim Sommerfest der Begegnungen. Quelle: Flüchtlingshilfe Jüterbog
Jüterbog

„Einige waren erstmal geschockt nach dem Motto ´Wie sollen wir das denn schaffen?`, andere waren erleichtert und sagten ´Endlich bekommen wir mal Anerkennung für unsere Arbeit“, berichtet Werner Simonsmeier.

Genehmigung für gleich drei Anträge

Die rund 25 Mitglieder der Flüchtlingshilfe Jüterbog hatten fast nicht mehr an eine Förderung geglaubt bis vor Kurzem die Genehmigung ins Haus flatterte und damit auch die nächste Überraschung. Denn gleich für alle drei gestellten Anträge gab es die Bestätigung. Und damit die Summe von insgesamt 24 360 Euro für die drei Projekte.

Bereits im Februar hatten die Flüchtlingshelfer ihre aufwendig erarbeiteten Projektvorschläge an die „500 Landinitiativen“ geschickt. Mit dem bundesweiten Programm unterstützt das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft gezielt das Ehrenamt in ländlichen Regionen.

Für ein Jahr werden die Projekte finanziell unterstützt

Es richtet sich an Initiativen, die sich für die nachhaltige Integration geflüchteter Menschen einsetzen. Zwischen 1.000 Euro und 10.000 Euro sind als Förderung für konkrete Projekte oder Anschaffungen möglich. Die Laufzeit beträgt ein Jahr.

Am kommenden Montag soll die Vorgehensweise mit den drei Projektleitern Raban von Studnitz, Nadine Fischer und Carola Langer besprochen werden. „Die Projekte führen wir zusammen durch“, erklärt Simonsmeier.

Mit „wir“ meint er eine Gruppe aus Geflüchteten und die Flüchtlingshelfer. Alle drei Konzepte haben unterschiedliche Ansätze.

Gemeinsam die Stadt verschönern und die Umgebung erkunden

Dort wäre zum einen die Aktion „Blumenstadt“, bei dem Straßenflächen und Plätze in Jüterbog gemeinsam bepflanzt werden sollen. Mit Unterstützung der Firma SIK-Holz sollen die Kübel dafür ebenfalls selbstständig gefertigt werden. Danach folgt die kontinuierliche Pflege der Pflanzen.

Im Projekt „Heimat“ lernen die Flüchtlinge ihre derzeitige Wohngegend und deren Umgebung näher kennen. Gemeinsame Reisen in Museen, Theater oder die Nachbarstädte sollen den Flüchtlingen unter anderem bei der Orientierung helfen.

Werner Simonsmeier findet außerdem: „Es ist wichtig, dass die Flüchtlinge in ihrer Freizeit auch etwas anderes machen, als in der Wohnung zu sitzen.“

“Soulkitchen“ nennt sich die dritte Integrationsmaßnahme. Es widmet sich dem gemeinsamen Kochen und Essen mit Rezepten aus den Herkunftsländern der Geflüchteten und dem Kennenlernen von Deutschen Gerichten.

Ankommen in der neuen Heimat

Aus anfangs neun Ideen hielt die Flüchtlingshilfe diese drei Projekte für geeignet, um beispielsweise sprachliche Barrieren abzubauen. Außerdem möchte man mit den Projekten das Vertrauen untereinander stärken.

Werner Simonsmeier sagt es gäbe schon einige, wo er das Gefühl habe, sie seien angekommen. Mit den Projekten sollen künftig noch mehr dazukommen.

Von Isabelle Richter

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