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Teltow-Fläming Erste Gäste sind im Hospiz eingezogen
Lokales Teltow-Fläming Erste Gäste sind im Hospiz eingezogen
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00:16 06.02.2018
Erhard Woscheck aus Ludwigsfelde gehört zu den ersten Gästen, hier mit Leiterin Sabine Palm-Reppel (l.) und Schwester Kathrin Borch Quelle: Elinor Wenke
Luckenwalde

Der Besuch an diesem Ort hat immer einen traurigen Anlass und doch strahlt das Haus Würde und Frieden aus. Wer hierher kommt, ist unheilbar krank und tritt den letzten Weg in seinem Leben an. In das neu errichtete stationäre Hospiz in Luckenwalde sind inzwischen die ersten Gäste eingezogen.

„Wir nennen sie bewusst Gäste und nicht Patienten“, sagt Hospiz-Leiterin Sabine Palm-Reppel, „wir versuchen, ihnen jeden Wunsch von den Augen abzulesen und ihnen die letzten Tage so würdevoll wie möglich zu gestalten.“ Die 58-jährige gelernte Kinderkrankenschwester hat eine Zusatzausbildung zur Palliativ-Care-Schwester und in den vergangenen Jahren Erfahrungen als Führungskraft in der Seniorenpflege gesammelt. Außerdem engagiert sie sich seit Jahren im Ambulanten Hospiz- und Palliativverein Luckenwalde.

Palliativmediziner auf Abruf rund um die Uhr

„Ich habe mir schon lange gewünscht, ein Hospiz zu leiten“, sagt sie, wohl wissend, dass diese Aufgabe einem Menschen viel abverlangt, aber auch viel gibt. „Die meisten wollen am Lebensende schmerzfrei und nicht allein sein, das können wir ihnen bieten“, sagt Sabine Palm-Reppel, „und dafür sind sie dankbar.“ Palliativmediziner stehen auf Abruf rund um die Uhr zur Verfügung. Das Pflegepersonal sind zu 80 Prozent examinierte Fachkräfte, die durch den guten Betreuungsschlüssel ausreichend Zeit für ihre Schützlinge haben.

Hintergrund zum Hospiz

Das Hospiz in Luckenwalde wurde für 2,2 Millionen Euro in der Kurzen Straße 4 errichtet.

Bauherr ist der DRK-Kreisverband. Betrieben wird es von der gemeinnützigen Palliativmedizin GmbH.

Es stehen zwölf Einzelzimmer für schwerkranke Gäste und zwei separate Zimmer für Angehörige zur Verfügung.

Die Kosten werden zu 95 Prozent von den Krankenkassen bezahlt. Fünf Prozent zahlt das Hospiz, zumeist aus Spenden.

Es werden ehrenamtliche Hospizhelfer gesucht. Eine Ausbildung ist über den Hospizverein möglich. Kontakt per Mail: palm-reppel.s@hospiz-luck.de

Seit Montag sind sukzessive die ersten fünf Gäste eingezogen, sie kommen aus der näheren Umgebung wie Ludwigsfelde, Wünsdorf oder Luckenwalde, aber auch aus anderen Bundesländern, wenn Angehörige hier wohnen. Zu den ersten Betreuten gehört Erhard Woscheck aus Ludwigsfelde. Der 78-Jährige liegt in einem schicken karierten Oberhemd in seinem Pflegebett. „Er hatte Appetit auf Eierkuchen, also haben wir ihm gestern Eierkuchen gebacken und mit Apfelmus serviert“, berichtet die Leiterin. Krankenschwester Kathrin Borch hat frische Eier gekocht.

Im Aufenthaltsraum: Leiterin Sabine Palm-Reppel (l.) und Pflegekraft Kathrin Mlynikowski Quelle: Elinor Wenke

„Viele legen Wert auf ein gepflegtes Äußeres, so hat Herr Woscheck einen Friseur bestellt“, weiß Sabine Palm-Reppel. Erhard Woscheck liebt die frische Luft und wünscht es in seinem Zimmer eher kühl. Er genießt den Ausblick auf den Hof. „Ich freue mich schon, wenn er im Frühjahr begrünt ist“, sagt der schwerkranke Senior. Sobald wie möglich will er eine Etage höher ziehen, um einen schöneren Ausblick auf den Hof zu haben. Und er plant eine kleine Geburtstagsfeier für sich und seinen Bruder Ende März.

Das Motto: „Hand in Hand“

Das Motto des Hospizes „Hand in Hand“ wird wörtlich genommen. „Oft sitzen wir am Bett, halten die Hand und hören zu“, sagt die Chefin. Dabei geht es nicht nur leise und bedrückt zu. „Wir lachen auch“, sagt Kathrin Borch und Erhard Woscheck fügt schmunzelnd hinzu: „Noch geht es mir nicht auf die Nerven.“

Der erste Verlust ist nach nur zwei Tagen zu beklagen. Ein Gast ist am Donnerstagabend gestorben. Für ihn gibt es ein würdiges Abschieds-Ritual. „Auch das gehört zu unserer Arbeit“, sagt die Leiterin.

Von Elinor Wenke

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