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Teltow-Fläming "Erweitertes Nachtflugverbot kein wirtschaftliches K.o."
Lokales Teltow-Fläming "Erweitertes Nachtflugverbot kein wirtschaftliches K.o."
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14:03 10.01.2014
Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke beim Gespräch in der MAZ-Redaktion Königs Wusterhausen.
Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke beim Gespräch in der MAZ-Redaktion Königs Wusterhausen. Quelle: Gerlinde Irmscher
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Königs Wusterhausen

Über die Frage des Nachtflugverbots am BER wird zwischen Berlin und Brandenburg gestritten. Berliner plädieren dafür, dass zwischen 0 und 5 Uhr Ruhe herrscht. In Brandenburg ist man für längere Verbotszeiten, nämlich von 22 bis 6 Uhr. Das hat Ministerpräsident Dietmar Woidke in einem MAZ-Gespräch am Donnerstag in der Redaktion Königs Wusterhausen unterstrichen. Auch Dahme-Spreewalds Landrat Stephan Loge war bei dem Gespräch dabei.

"Ich halte das nicht für einen wirtschaftlichen K.o. für den Flughafen, wenn man eine halbe Stunde oder Stunde mehr für das Nachtflugverbot organisieren würde.“, sagte er.

In Brandenburg war vor etwa einem Jahr ein Volksbegehren erfolgreich, dass sich für Ruhezeiten zwischen 22 und 6 Uhr ausgesprochen hatte. Woidkes Vorgänger Matthias Platzeck nahm das Begehren an.

Im MAZ-Gespräch nahm Woidke auch Stellung zur Debatte um die BER-Eröffnung. Die viermal angekündigte und wieder abgesagte Eröffnung habe dem Ansehen Brandenburgs geschadet, sagte Woidke. Deswegen sei die Geschäftsführung des Flughafens gut beraten, nun alle nötigen Voraussetzungen zu schaffen, um einen realen Termin nennen zu können. Man müsse sich aber zu 99,9 Prozent sicher sein.

Dahme-Spreewalds Landrat Stephan Loge zeigte sich im MAZ-Gespräch optimistisch, was den Verlauf der weiteren Bauarbeiten angeht. Die Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen vom Flughafen laufe gut, "die Qualität der Unterlagen hat sich verbessert". Das führt Loge auf eine verbesserte Kommunikation zurück. "Da wurde auch mal der ein oder andere Rat angenommen."

Eine Kreisgebietsreform hält Dietmar Woidke für unumgänglich. Es sei wichtig, dass die Qualität der Verwaltungsleistung erhalten bleibe und dass in den künftigen Landkreisen eine einheitliche Struktur gibt. Zu konkreten Landkreis-Zuschnitten äußerte sich Woidke im MAZ-Gespräch nicht. Er sagte aber, dass man bei einer Reform die Grenzen der Kreise nicht willkürlich festlegen solle. Vielmehr sollte man sich an historischen Grenzen orientieren. Eine Zahl von sieben bis zehn Kreisen, wie sie eine Enquete-Kommission vorschlägt, halte er für realistisch.

Dahme-Spreewalds Landrat Stephan Loge ist gegen eine Fusion mit dem Nachbarkreis Teltow-Fläming. Er spricht sich für eine Erweiterung des Kreises in Richtung Süden aus. Er könnte sich vorstellen, seinen Landkreis um den Altkreis Calau im Spreewald zu erweitern.

Den ausführlichen Bericht über das Gespräch lesen Sie am Donnerstag in den Lokalausgaben aus Teltow-Fläming und Dahme-Spreewald oder online.

MAZonline

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