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Teltow-Fläming Esperanca feiert bunt und international
Lokales Teltow-Fläming Esperanca feiert bunt und international
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06:13 06.11.2017
Kinder tanzen beim Esperanca-Herbstfest am Sonnabend in Ludwigsfelde. Quelle: Marina Ujlaki
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Ludwigsfelde

Elita malte zarte Hennamotive auf die Hand, Micha drehte das Lammfleisch über dem Grill, Mohammed servierte heiße Waffeln und Katrin bastelte mit den Kindern. Bunt, fröhlich und international ging es am Samstag beim Herbstfest von Esperanca in Ludwigsfelde zu. Der interkulturelle Treff im Waldhaus ist seit rund 20 Jahren Begegnungsstätte für Migranten und Einheimische.

Zahlreiche Besucher

Die Gäste brachten für das Fest selbst zubereitete Speisen mit, gefüllte syrische Weinblätter, deutschen Kuchen, pakistanische Linsensuppe und türkische Teigröllchen. Initiator und Esperanca-Chef Dirk Krause freute sich über die zahlreichen Besucher, unter ihnen ehrenamtliche Flüchtlingshelfer und Deutschlehrer, der Esperanca-Beirat, Gäste aus der Produktionsschule und die Integrationsbeauftragte des Landkreises. „Esperanca ist Anlaufstelle für alle Zuwanderer, aber natürlich kommen vor allem Flüchtlinge zu uns“, sagt Dirk Krause, Koordinator der Flüchtlingshilfe beim Verein Solbra. Seit der Zustrom nicht mehr so stark sei, habe sich allerdings auch der Bedarf für die Hilfe verändert. „Heute geht es vor allem um Unterstützung bei der Wohnungssuche“, so Krause. Viele Flüchtlinge arbeiten, studieren, besuchen Deutschkurse und müssten von Rechts wegen eigentlich nicht mehr im Heim leben. „Obwohl der Landkreis Druck macht, finden die meisten so schnell keine Wohnung. Manche Vermieter tun sich schwer, das ist ein zusätzliches Problem,“ weiß der Flüchtlingskoordinator.

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Verein bietet Übergangs-Wohnung

Seit 1. November hat deshalb der Verein Solbra als freier Träger in Ludwigsfelde eine Wohnung angemietet, die er in dringenden Fällen an Flüchtlinge weitergibt. „Wir haben eng mit dem Ludwigsfelder Mieterverein und der ,Märkischen Heimat’ zusammengearbeitet, um diese Übergangslösung zu schaffen“, erklärt der Vereinsvorsitzende Henry Vogel. „Wenn das Jobcenter mitzieht, kann demnächst eine alleinerziehende Mutter aus Kenia mit ihren beiden Kindern einziehen“.

Von Marina Ujlaki