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Teltow-Fläming Das neue Auto ist da
Lokales Teltow-Fläming Das neue Auto ist da
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19:34 01.12.2014
Nach einer kritischen Debatte um die Reklamation von sechs Feuerwehrautos steht nun eines zum Einsatz in Kummersdorf-Gut bereit. Quelle: Pechhold
Kummersdorf-Gut

Endlich ist das neue Löschfahrzeug da. Darauf haben die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Kummersdorf-Gut lange gewartet. Nun nutzen alle Maschinisten jede freie Minute, um sich mit dem Neuwagen vertraut zu machen. „Ab Januar wollen wir einsatzbereit sein. Dann hat unser 30Jahre alter LO ausgedient“, sagt Ortswehrführer Torsten Dürr.

Jüngste Feuerwehr in der Gemeinde Am Mellensee

  • Die Freiwillige Feuerwehr Kummersdorf-Gut ist 85 Jahre alt.
  • Bei der Geburtstagsfeier wurde das neue Löschfahrzeug offiziell an die Kameraden übergeben. Anschließend wurde es zurück nach Ulm gefahren, um bei Magirus umgebaut zu werden.
  • Aktuell sind 18 aktive Kameraden einsatzbereit.
  • Mit einem Durchschnittsalter von rund 30 Jahren ist Kummersdorf-Gut eine der jüngsten Wehren in der Gemeinde Am Mellensee.
  • 30 Jahre ist Carola Noldan dabei. Die 51-Jährige war zwischenzeitlich stellvertretende Ortswehrführerin.
  • Ab 2015 soll die Jugendfeuerwehr wieder aufgebaut werden.

Er war mit dabei, als das Tanklöschfahrzeug „TLF4000“ bei dem Hersteller Magirus abgeholt wurde. Wie berichtet, hatte das Land Brandenburg 31 typengleiche, jeweils rund 250.000 Euro teure Wagen bei der Ulmer Firma bestellt. Weil mindestens ein Fahrzeug Probleme mit Bremsen und Lenkung hatte, durften sechs bereits ausgelieferte Fahrzeuge – darunter das für die Baruther Feuerwehr bestimmte – seit Juni nicht einen Zentimeter bewegt werden. Darüber hinaus nahm das Land kein Fahrzeug mehr ab. Von dem Abnahmestopp waren auch die freiwilligen Feuerwehren in Gräbendorf und Kummersdorf-Gut betroffen.

Mitte Dezember sollen alle Autos ausgeliefert sein

„Nach dem Abnahmestopp hat die Firma Magirus versprochen, alle technischen Probleme zu lösen“, sagt Wolfgang Brandt, Pressesprecher des Potsdamer Innenministeriums. Bei der Fehlersuche arbeitete Magirus mit der Firma MAN zusammen, die das Fahrgestell gebaut hatte. Brandt zufolge warten die Feuerwehren in Drebkau, Cottbus, Vetschau, Peitz, Frankfurt (Oder), Neuhausen, Schwedt, Neuruppin und Gräbendorf noch auf ihre Fahrzeuge. „Bis Mitte Dezember will Magirus alle Autos ausliefern“, sagt Brandt.

Acht statt sechs Lager 

Vor knapp zwei Wochen holten die Kameraden aus Kummersdorf-Gut ihr Auto in Ulm ab. „Eigentlich hatten wir gehofft, dass unser Fahrzeug abnahmefertig ist“, sagt Ortswehrführer Torsten Dürr. Allerdings habe man einen Tag dranhängen müssen, weil erst noch alle vor Ort festgestellten, kleinen Mängel abgestellt werden mussten. Beispielsweise waren die Blaulichter schief angebracht worden. „Alle großen Mängel waren bereits behoben“, sagt Frank Broshog (parteilos), Bürgermeister der Gemeinde Am Mellensee. So wurden stärkere Federbalken (Stoßdämpfer) eingebaut, lagert der Rahmenaufbau nun auf acht statt sechs Lagern. „Das Auto fährt sich gut“, sagt Maschinist Matthias Brose. Das liegt auch daran, dass es seit dem Umbau vorne zwei breitere Reifen hat.
Breitere Vorderreifen waren für das neue Baruther Feuerwehrfahrzeug von vornherein bestellt worden. „Deshalb hat sich die ganze Sache bei uns auch nicht so hochgeschaukelt wie in anderen Gemeinden“, sagt Bürgermeister Peter Ilk (parteilos). Ungeachtet dessen stand auch das nagelneue, 250.000 Euro Baruther Tanklöschfahrzeug monatelang im Gerätehaus still. Zwischenzeitlich sei es in Ulm von Magirus überprüft und umgerüstet worden, so Ilk. „Seit zwei Wochen ist es einsatzbereit.“

Die Gräbendorfer können ihr neues Fahrzeug auch bald abholen

Das 235.000 Euro teure Fahrzeug für die Gräbendorfer Feuerwehr wird bald abgeholt. Am 11. Dezember fahren der stellvertretende Gemeindebrandmeister Ronny Teßmann und drei andere Kameraden nach Ulm. „Wichtig ist, dass die Gräbendorfer Kameraden ihr neues Fahrzeug endlich in Betrieb nehmen können“, sagt Siegbert Nimtz (parteilos), Bürgermeister der Gemeinde Heidesee. „So lange muss der 25 Jahre alte und deshalb sehr reparaturanfällige W50 noch durchhalten.“

Von Frank Pechhold

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