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Teltow-Fläming Flurneuordnung kommt langsam in Fahrt
Lokales Teltow-Fläming Flurneuordnung kommt langsam in Fahrt
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19:06 09.10.2019
Mitarbeiter des Verbandes für Landentwicklung und Flurneuordnung gaben einen Überblick über die Pläne und die bisher unternommen Schritte. Quelle: Uwe Klemens
Niederer Fläming

Die historisch gewachsene Aufteilung der Feld- und Waldflure entspricht schon lange nicht mehr den Bedürfnissen der Land- und Forstwirte. Seit dem Beitritt der DDR zur Bundesrepublik gibt es deshalb auch hierzulande so genannte Flurbereinigungs-Verfahren. Deren Ziel ist die Zusammenlegung der über verschiedene Flure verteilten und oft weit voneinander liegender Nutzflächen.

Erste Anhörungen im Jahr 2013

Das Flurneuordnungs-Verfahren für die Gemeinde Niederer Fläming wurde im Jahr 2006 mit dem Antrag von sechs Landwirten zur Neuaufteilung in Gang gesetzt. Im Jahr 2008 wurde das Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft des Landes Brandenburg mit den Voruntersuchungen beauftragt. 2013 gab es die ersten Anhörungen der betroffenen Eigentümer und Flächennutzer.

Bis 2029 alles abgeschlossen

Auf der jüngsten Zusammenkunft der Gemeindevertreter von Niederer Fläming informierten Mitarbeiter des Verbandes für Landentwicklung und Flurneuordnung über den Stand des Verfahrens, das bis zum Jahr 2029 abgeschlossen sein soll.

2447 Hektar groß ist demnach die von der Neuaufteilung betroffene Gesamtfläche. Die Bedürfnisse von insgesamt 191 Beteiligten müssen dabei unter einen Hut gebracht werden. Komplizierte Verrechnungsgrundlagen sollen für eine gerechte Bewertung und Neuaufteilung sorgen, denn die Bodenqualitäten und damit die Erträge sind sehr unterschiedlich.

Schwierige Kostenfrage

Wesentlicher Bestandteil der Flurneuordnung ist die Schaffung eines funktionierenden Wegenetzes, so dass Nutzer auf dem Weg zu ihren Flächen nicht mehr über fremde Grundstücke fahren müssen. Die Kosten für die Instandsetzung beziehungsweise den Neubau von Wegen tragen die Landwirte, die von den Maßnahmen unmittelbar profitieren sowie zu einem Teil auch die Gemeinde Niederer Fläming, soweit kommunale Grundstücke erschlossen werden. Doch gerade die Kostenfrage ist innerhalb des Verfahrens eine der schwierigsten, wie sich auch bei der jüngsten Gemeindevertretersitzung zeigte.

Fördermittel vom Land Brandenburg

Um den Beteiligten die Flurneuordnung schmackhaft zu machen, unterstützt das Land Brandenburg den Wegebau mit 75 Prozent Fördermitteln. Dennoch sind die bis zu fünfstelligen Eigenanteile für bestimmte Wege weder von Landwirten, noch von der Kommune aus der Portokasse zu bezahlen. Das letzte Wort, welche Wege wie und zu welchen Gesamtkosten ausgebaut werden sollen, hat der von den Verfahrensbeteiligten im Jahr 2016 gewählte Vorstand des Arbeitskreises Flurneuordnung Niederer Fläming.

Auch auf die Gemeinde kommen durch die Flurneuordnung enorme Kosten zu. „Ich denke, unser Eigenanteil wird sich zwischen 80.000 und 150.000 Euro je nach gewählter Ausbaustufe bewegen“, blickt Bürgermeister Matthias Wäsche (GfNF) voraus.

Ende Oktober dieses Jahres wird es die nächste Eigentümerversammlung geben, Anfang November soll der erste Grundsatzbeschluss zur künftigen Neuaufteilung gefasst werden.

Von Uwe Klemens

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