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Teltow-Fläming Fünf Krätze-Fälle an zwei Schulen
Lokales Teltow-Fläming Fünf Krätze-Fälle an zwei Schulen
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09:10 14.03.2018
Beispiel für Krätzemilben-Befall. Quelle: dpa
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Jüterbog

Bereits am Mittwoch vermeldete Bürgermeister Arne Raue (parteilos) mehrere Fälle der Erkrankung Skabies, die umgangssprachlich auch Krätze genannt wird, bei Kindern und Jugendlichen aus Jüterbog. Die Betroffenen besuchen zwei unterschiedliche, weiterführende Schulen, so Raue.

Gesundheitsamt bestätigt fünf Fälle

Das Gesundheitsamt Teltow-Fläming bestätigte auf MAZ-Nachfrage die Meldung von bisher fünf Fällen an zwei Schulen in Jüterbog. Der Schulbetrieb musste aufgrund der geringen Anzahl an erkrankten Schülern jedoch nicht eingeschränkt werden. Um welche Schulen es sich konkret handelt, wird offiziell nicht verraten. Im Internet kursieren Gerüchte, dass es sich um die Wiesenoberschule und die Pestalozzi-Schule handeln soll und mittlerweile auch an der Geschwister-Scholl-Schule Fälle aufgetreten seien. Diese Informationen wurden bisher nicht bestätigt.

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Schüler müssen zu Hause bleiben

Die betroffenen Schüler dürfen Schulen oder andere Gemeinschaftseinrichtungen wie Horte erst nach einer Behandlung mit entsprechenden Arzneimitteln wieder besuchen. Außerdem muss die „Krätze-Freiheit“ vom Arzt bescheinigt werden. An den Schulen der erkrankten Kinder und Jugendlichen beugte der Landkreis weiteren Fällen bereits vor.„Das Gesundheitsamt hat den betroffenen Einrichtungen beziehungsweise den Eltern der Klassen, in denen Kinder erkrankt sind, Informationsblätter zur Verfügung gestellt“, heißt es beim Landkreis, „diese klären über die Krankheit, ihre Symptome, Ansteckungswege und die erforderliche Behandlung auf.“

Milben aus Krankheitsauslöser

Scabies ist eine Hauterkrankung, bei der ein Hautausschlag und ein starker Juckreiz auftreten. Verursacher dieser Hautkrankheit sind Krätzmilben, die sich vor dem Auftreten von Symptomen bereits bis zu sechs Wochen in der Haut des Betroffenen befinden können. Die Erkrankung ist stark ansteckend und wird durch direkten, engen Körperkontakt mit infizierten Personen übertragen, beispielsweise unter Familienmitgliedern, Kindern und Jugendlichen oder beim Geschlechtsverkehr.

Von Victoria Barnack