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Teltow-Fläming Fünftklässler beim Kinderrechte-Filmfestival
Lokales Teltow-Fläming Fünftklässler beim Kinderrechte-Filmfestival
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04:33 20.01.2017
Sara (l.) spielte eine kleine Rolle im Film, Edgar übte sich als Kameramann und Tessa war für die Regie zuständig.
Sara (l.) spielte eine kleine Rolle im Film, Edgar übte sich als Kameramann und Tessa war für die Regie zuständig.
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Luckenwalde

Projektfieber herrscht derzeit in der Klasse 5a der Ernst-Moritz-Arndt-Grundschule in Luckenwalde. Die 25 Schüler beteiligen sich am Kinderrechte-Filmfestival. An der Initiative des Landesverbandes für Kinder- und Jugendfilm Berlin nehmen 400 Schüler zwischen neun und zwölf Jahren aus ganz Brandenburg teil, darunter aus Luckenwalde und Jüterbog.

Plakat zum Filmprojekt der Fünftklässler. Quelle: Angie Ehlert

Bei dem Projekt sollte jede Schulklasse sich mit einem von 40 Kinderrechten befassen und dazu auch einen Film gestalten. Insgesamt 16 Kurzfilme kamen dabei zu Stande. Eine Jury entscheidet am 25. Januar im Thalia-Kino in Potsdam über die besten Beiträge und verleiht dafür kleine Preise.

Die Klasse 5a bei der Präsentation der Arbeiten aus dem Physikprojekt. Quelle: Angie Ehlert

Da die meisten der Fünftklässer noch nicht so viel über ihre eigenen Rechte wussten, wurden sie in einem ersten Workshop von Sozial- und Medienpädagogen in die Thematik eingeführt. Nach einer Abstimmung war klar: Den meisten Schülern ist das Recht auf Schutz vor Gewalt besonders wichtig. Aber auch das Thema „Trennung von den Eltern“ wurde berücksichtigt. Begleitet wurde das Vorhaben von Klassenlehrerin Carmen Mende. „Es war für uns ein komplett neues Projekt und wir wurden teilweise ins kalte Wasser geworfen“, so die Klassenlehrerin. Es gab nur wenig Vorinformationen darüber, was genau von den Schülern erwartet wird.

Selbst Drehbuch und Dialoge geschrieben

Die Fünftklässler erarbeiten gemeinsam ein Drehbuch und stellten die einzelnen Szenen bildlich dar. Auch die Dialoge wurden von ihnen selbst geschrieben. Jeder bekam eine Aufgabe. So waren einige als Schauspieler tätig. Andere übten sich an der Kamera und eine weitere Gruppe kümmerte sich um die Requisiten, die Maske und die Kostüme. „Im Großen und Ganzen hat es den Kindern total Spaß gemacht, auch wenn es mal Zoff und Streit gab, aber die Konflikte wurden schnell wieder gelöst“, erzählt Carmen Mende von der Projektarbeit.

Zu einem zweiten Workshop kam dann ein Filmcoach zur Schule. Er brachte das Kameramaterial mit und zeigte den Kindern, wie man damit richtig umgeht und filmt. „Es hat Spaß gemacht, hinter der Kamera zu stehen, wir haben viel gelacht“, erklärt Edgar, ein Schüler aus der Kameragruppe. Gefilmt wurde auf dem Schulhof sowie im Hort. „Mir hat die Regie am besten gefallen, weil ich mich gut durchsetzen und gut Anweisungen geben konnte. Das hab ich von meinem Papa geerbt“, berichtet Tessa, die während des Projekts für die Regie zuständig war.

Am Donnerstag geht’s nach Potsdam

Am kommenden Donnerstag fahren die Mädchen und Jungen der 5a nach Potsdam ins Thalia-Kino, um zu erfahren, wie ihr Film gewertet wurde. Während sie sich dafür noch gedulden müssen, haben sie bereits ein weiteres Vorhaben absolviert: ihr Physikprojekt. Dabei hatten die Schüler acht Wochen Zeit, um zu Hause über physikalische Modelle zu recherchieren und als Bastelarbeit darzustellen. Bei der Präsentation kamen die originellsten Varianten zum Vorschein. So hatten die Schüler Vulkane und Raketen gebastelt. „Dieses Physikprojekt ist schon Tradition und die Schüler freuen sich immer sehr darauf, ihre Modelle vorzustellen“, sagt Carmen Mende.

Von Angie Ehlert

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