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Teltow-Fläming Gaudi auf dem Wasser
Lokales Teltow-Fläming Gaudi auf dem Wasser
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18:11 14.06.2015
Geschick und ein ausgeprägter Gleichgewichtssinn sind für eine erfolgreiche Teilnahme am Brühtrogrennen von Bochow unerlässlich.
Geschick und ein ausgeprägter Gleichgewichtssinn sind für eine erfolgreiche Teilnahme am Brühtrogrennen von Bochow unerlässlich. Quelle: H.-Dieter Kunze (2)
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Bochow

Das Brühtrogrennen in Bochow lockte wieder viele Besucher an. Die Beteiligten säumten den Dorfteich oder kämpften auf dem Wasser mit dem nassen Element. Diesmal war die Beteiligung an dem Rennen sogar international, bis nach Polen und Argentinien hat es sich mittlerweile als Gaudi, aber auch als Herausforderung herumgesprochen. „So etwas Lustiges kennen wir aus unserer Heimat nicht“, sagten Melanie (Argentinien), Tamasz, Tobiasz und Marta (Polen). Sie sind zu Gast bei einem Freund in Oehna. Auch die Bundeshauptstadt entsandte ein Team nach Bochow.

Der Dorfteich sah ganz friedlich aus, hatte aber seine Tücken. Reisigbesen dienten als Antrieb, die Besatzung saß auf Kissen an Bord von „Flotte Sau“ und „Wilder Eber“. Das Gewicht der heldenhaften Seeleute war ausschlaggebend dafür, wie gefährlich nahe die Oberkante der Tröge dem Wasserspiegel kam. Die eher leichtgewichtige „Ferkelklasse“ hatte da gegenüber der „Eberklasse“ schon gewisse Vorteile.

DJ sorgt für gute Laune

Das Gewicht wurde zuvor durch amtliches Wiegen auf der „Hochpräzisionswaage“, wie sie Moderator DJ Ralf Peschke bezeichnete, festgestellt. Mit seinem recht lockeren Mundwerk war er das Salz in der Suppe bei dieser ohnehin zwanglosen Veranstaltung. Seine teilweise recht bissigen Kommentare sorgten beim Publikum für Schmunzeln, die Aktiven steckten es halt weg. An den Gekenterten, es waren einige, ließ er kein gutes Haar, wenn sie mühsam durchs Wasser wateten und den vollgelaufenen Brühtrog ans andere Ufer schleppten: „Eh, das hier in Bochow ist harte Seemannsarbeit und kein Wandertag.“ Immerhin machte der etwa brusthohe Wasserspiegel das relativ problemlos möglich.

Am Zwischenziel gab es für jeden zur Stärkung für die Rückfahrt einen Becher Bier. Allerdings musste der äußerst schnell in die Kehlen geschüttet werden, die Stoppuhr lief unerbittlich weiter. Dann ein Wendemanöver und zurück ging’s zum Start. Nach Drücken eines grünen Knopfes wurde die Zeit genommen und ans Seekomitee gegeben.

Die Schnellsten waren die Männer vom „Team Bochow“. Sie schafften unter 26 Mannschaften – darunter „Die Wikinger“, die „Wilden Erpel“ sowie die „Hopfentester“ – den tückischen Parcours in 2:07 Minuten und konnten den Pokal in Empfang nehmen.

Der Titelverteidiger von 2011 und 2013, „Torpedo Langenlipsdorf“, wurde entthront. Den Wanderpokal hatte der 2010 verstorbene SPD-Landtagsabgeordnete Klaus Bochow gestiftet. Die Freiwillige Feuerwehr Bochow organisiert das Rennen seit Jahren.

Von H.-Dieter Kunze

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