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Teltow-Fläming Spielplatzinitiativen bekommen Geld
Lokales Teltow-Fläming Spielplatzinitiativen bekommen Geld
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17:34 25.04.2019
Durch einen Grundstückstausch wollen die Welsickendorfer das Gartengrundstück neben dem Dorfgemeinschaftshaus erwerben und dort ihren Spielplatz bauen. Quelle: Uwe Klemens
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Niederer Fläming

„26 Kinder im Alter von Null bis 13 Jahren –so viele hatten wir in unserem Dorf schon seit mindestens 40 Jahren nicht mehr“, sagt der Welsickendorfer Uwe Gottwald, der nicht nur Gemeindevertreter in der Gemeinde Niederer Fläming, sondern auch Vorsitzender des Gemeindeentwicklungsausschusses ist. Unter dem Dach des vor etwa einem halben Jahr gegründeten Fördervereins hat sich nun eine Elterninitiative formiert, die sich von der Gemeinde finanzielle Unterstützung beim Bau eines Kinderspielplatzes wünscht.

Anschubfinanzierung ist gesichert

Trotz eines 2017 gefassten Beschlusses, mangels Geld vorerst keine Spielplatzinitiativen mehr zu unterstützen, haben die Gemeindevertreter 5000 Euro für das Projekt im Haushalt eingestellt. Seit wenigen Tagen steht fest, dass der Haushaltsentwurf seitens der Kommunalaufsicht abgenickt wurde und die Anschubfinanzierung somit gesichert ist.

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In einer Einwohnerversammlung wurden am Mittwoch die Standort-Vorschläge diskutiert. Abgewählt wurden dabei der Standort neben dem Dorfteich, der als zu gefährlich eingestuft wird, um Kleinkinder dort spielen zu lassen, sowie der Hof des Dorfgemeinschaftshauses, da der Aufwand wegen des dort vorhandenen Betonbodens zu groß wäre und der Hof nicht mehr verschlossen werden könnte. Vorschlag Nummer drei, das die Gemeinde durch einen Grundstückstausch das Gartengelände neben Gemeindehaus und Feuerwehr erwirbt und dort ein Spiel- und Festplatz entstehen könnte, bekam die meiste Zustimmung und soll nun als Plan weiterverfolgt werden.

Verantwortliche werden noch gesucht

„Das Wichtigste ist jetzt, dass sich mindestens drei Leute finden, die für den Spielplatz Verantwortung übernehmen und dort regelmäßig schauen, ob alles in Ordnung ist, vielleicht auch mal Gras zupfen oder eine Büchse Farbe in die Hand nehmen“, sagt Gottwald, der optimistisch ist, dass das gelingt.

Unterhaltung ist teure Angelegenheit

7000 Euro hat die Gemeinde in diesem Jahr für den Unterhalt aller in den Ortsteilen vorhandenen Spielplätze eingestellt. „Der tatsächliche Bedarf ist mindestens doppelt so hoch“, schätzt Gottwald, der die eingestellte Summe aber zumindest als positives Zeichen in die richtige Richtung wertet. Genau diese Folgekosten seien es gewesen, die zu dem Beschluss, Spielplatz-Neubauten vorerst nicht zu unterstützen, geführt hätte. Da mit auch mit 5000 Euro, von denen schon 500 für den TÜV gebraucht werden, nicht weit kommt, wollen die Welsickendorfer im Dorf eine Sammlung durchführen.

Der zweite, nun im Haushalt in selber Höhe berücksichtige Spielplatz, soll in Borgisdorf entstehen, wo sich Eltern und Ortsbeirat bereits im vergangenen Jahr auf einen Standoort zwischen Teich und Dorfgemeinschaftshaus einigten.

Von Uwe Klemens