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17:45 09.09.2013
Helga Haas-Wirth (zweite von rechts) bei der Ausstellungseröffnung am Sonntag im Luckenwalder Kreishaus.
Helga Haas-Wirth (zweite von rechts) bei der Ausstellungseröffnung am Sonntag im Luckenwalder Kreishaus. Quelle: Margrit Hahn
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Luckenwalde

"Die Bilder hängen sehr schön. In Berlin würde man sagen, ich kann nicht meckern", lobte die Künstlerin beim Anblick ihrer Arbeiten. Margitta Wünsche vom Kulturamt des Kreises freute sich über das rege Interesse an der Ausstellung. "Ihr Mann Willibrord Haas hat ja hier im Haus auch schon ausgestellt. Als ich mir damals seine Arbeiten anschaute, habe ich auch ihre gesehen. Aber es hat ja dann doch noch eine Weile gedauert. Doch jetzt haben wir ihre Werke hier", sagte Margitta Wünsche.

Die Laudatio zur Ausstellung hielt Galerist Rolf Kolbien. Er kennt die Künstlerin seit mehr als zehn Jahren. "Helga Haas-Wirth ist eine Malerin. Sie gehört zu den Künstlerinnen, die malen und erfreulicherweise wesentlich dazu beitragen, dass die Kunst des Malens und die Beherrschung von grafischen Techniken weiterhin bestehen", so Kolbien.

In der Ausstellung sind Bilder zu sehen, die Landschaften, Blüten und Pflanzen zeigen. Dabei beschränkt sich die Künstlerin nicht allein auf die reale Wiedergabe, sondern sie verwandelt das Gesehene, das sinnlich Wahrgenommene auf ihre besondere Weise. "Sie sieht etwas, was wir nicht sehen. Ihre Gedanken, Gefühle und Empfindungen werden umgesetzt in eine Formen- und Farbensprache mit Bezügen zur Gegenständlichkeit", erklärte der Laudator. Seiner Ansicht nach ist es oft nicht einmal zu ahnen, was die Künstlerin dazu gebracht hat, ein bestimmtes Bild zu malen. Sie bevorzugt klare, leuchtende Farben und wenn sie dunkle Farben verwendet, sind die Bäume "Lichtblicke", die sich auch im Wasser hell widerspiegeln.

Fast alles, was man über die Malerei der in Berlin- Schöneberg geborenen Künstlerin sagen kann, trifft auch auf ihre grafischen Arbeiten zu. "Häufig sehen Sie darin eine Sonnenspiegelung, die diesen Arbeiten den ,Lichtblick' verschafft", fügte Kolbien hinzu. Seine Ausführungen zu den Arbeiten will er nicht als Interpretation verstanden wissen. Er schätzt und verwendet den Begriff der Bildbetrachtung. Er forderte die Besucher auf, die Bilder sowohl ganz aus der Nähe zu betrachten als auch als Gesamtwerk, das aus einer Fülle von unterschiedlich großen und kleinen verschiedenfarbigen Farbtupfern entsteht, die durch den Fokus von Helga Haas-Wirth gesehen, zu einem geschlossenen und überzeugendem Ergebnis führen, wie Kolbien es formuliert. Aber es gab am Sonntag im Kreishaus nicht nur einen Genuss für die Augen, sondern auch für die Ohren. Dafür sorgte das Ensemble Klemisch Consort Berlin mit seinen historischen Blockflöten. Die Sopranistin und drei Flötisten nahmen die Besucher mit auf eine musikalische Reise um die Welt. Selbst die Blöckflöten wären schon eine Ausstellung wert gewesen. Die beeindruckenden Instrumente wurden von Guido Klemisch selbst gebaut.

Von Margrit Hahn

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