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Teltow-Fläming Gerüstabbau vor der Heimkehr der Störche
Lokales Teltow-Fläming Gerüstabbau vor der Heimkehr der Störche
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16:42 19.03.2014
Märtensmühle

„Die Störche könnten bald kommen. Deshalb drängt die Zeit, wir müssen fertig werden“, sagte Ortswehrführer André Langkammer. Er selbst war gerade aus der Nachtschicht als Rettungsassistent gekommen und nahtlos zum Einsatz am Schlauchturm gewechselt. Gemeinsam mit neun weiteren Kameraden kletterte er in zwölf Meter Höhe. Dann wurde auseinandergebaut, zugereicht und runtergehoben. Ortsvorsteher Detlef Kauert kam ebenfalls vorbei: „Es sind so viele da zum Mithelfen, da bleibe ich das Bodenpersonal.“
In den letzten zwei Wochen war die Schalung des Turmes von den Feuerwehrleuten erneuert worden. Alte Bretter wurden entfernt und neue angebaut. „Das Holz wurde von den Einwohnern gesponsert“, berichtete Langkammer, das Gerüst vom einheimischen Dachdecker. 120 Quadratmeter Bretter mussten gesägt, gehobelt und mit Öl-Lasur gestrichen werden. „Die Stülp-Schalung haben wir nach Original-Vorbild hergerichtet“, erzählte Langkammer. Ohne unentgeltlichen Einsatz und Materialspende wür de die Arbeit 8000 Euro kosten.
Wann genau der Schlauchturm gebaut wurde, ist nicht bekannt, aber in den 1950er Jahren. „Seitdem wurde die Schalung nicht erneuert“,weiß Langkammer. Seine Bedeutung als Trockenraum für die Schläuche hat der Turm verloren, gilt aber als Wahrzeichen für das Dorf – und den Storch. Außerdem werden im Innern Möbel und Utensilien fürs Dorffest gelagert.
Meister Adebar wird sehnsüchtig erwartet. Familie Langkammer kann von ihrem Haus direkt auf das Storchennest schauen. „Meist kommen die Vögel Anfang April, diesmal kann es früher werden“, sagte Christina Langkammer. Sie hat den gefiederten Sommergästen sogar Namen gegeben und nennt sie liebevoll Florian und Felicitas. Seit es den Schlauchturm gibt, richten sich die imposanten Vögel jedes Jahr dort ein und sorgen für Nachwuchs. „Im vorigen Jahr sind die drei Jungen wegen der Kälte leider gestorben“, berichtete Christina Langkammer.

Von Elinor Wenke

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