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Teltow-Fläming Gesangspoet stellt seine CD vor
Lokales Teltow-Fläming Gesangspoet stellt seine CD vor
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15:48 23.02.2020
Andreas Hüttner stellte die Lieder seiner ersten CD im ehemaligen Gutshaus Kaltenhausen vor. Quelle: Hartmut F. Reck
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Kloster Zinna

Wo findet man einen passenden Ort für ein Konzert, in dem Wohlklang und Nachdenklichkeit den Ton angeben? „Wir sind so ein Ort“, meinte Claudia Gröhn am Samstagabend in ihrem Schloss Zinna, dem ehemaligen Gutshaus und der späteren Schule am Rande von Kloster Zinna. Claudia und Holger Gröhn stellten ihr liebevoll restauriertes Denkmal für das Konzert von Teltow-Flämings Musikschulleiter Andreas Hüttner zur Verfügung, „um nach langer Zeit wieder ein Hauskonzert anzubieten“, wie Claudia Gröhn eingangs sagte.

Passendes Ambiente

Das Ambiente passte: gediegene Atmosphäre im neobarocken Baustil und alles etwas entrückt. So, wie auch die Lieder von Andreas Hüttner, auch wenn sie es bei genauem Hinhören nicht sind. Seitdem er schreiben kann, führt er Tagebuch. Die ersten Eintragungen lauteten zum Beispiel: „Sven ist doof“. Das habe sich inzwischen geändert, scherzte Hüttner. „Inzwischen begründe ich, warum er doof ist.“

Typisches Understatement

Typisch Hüttner’sches Understatement. Denn seine niedergeschriebenen Gedanken und Beobachtungen sind deutlich tiefgründiger. Manche von ihnen setzt er in Verse um, aus denen dann in Verbindung mit Gitarre und Gesang die „Tagebuchlieder“ entstehen.

Die 90 Stühle im Saal von Schloss Zinna waren bei diesem Hauskonzert alle besetzt. Quelle: Hartmut F. Reck

So lautet auch der Titel seiner ersten CD, die gerade erschienen ist. Mit seiner weichen Tenorstimme, den sanften Gitarrenklängen und den tiefen Gedanken verzaubert er ganz unaufdringlich das Publikum.

Charakterliche Offenbarung

Und weil Tagebücher sehr persönlich sind, sind es auch seine Lieder. Der Gesangspoet offenbart sich als zutiefst zufriedener und ausgeglichener Charakter („Ich bin im Hier, ich bin im Jetzt, ich hab alles, was ich brauch“), der persönliche Rückschläge wie tiefer Trennungsschmerz weder mit Verbitterung noch mit Ärger verarbeitet, sondern mit Dankbarkeit („Was bin ich froh, dass ich dich hatt’“).

Oden an die Töchter

Besonders berührend sind seine Oden an die beiden Töchter, die er bewundert für das, was sie tun. Umgekehrt ist es wohl ebenso der Fall.

Von Hartmut F. Reck

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