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Teltow-Fläming Dialog über Wege zum nachhaltige Leben
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18:13 23.10.2019
Stephanie Günther erläutert im Dahmer Pfarrhaus die 17 Ziele der von 193 Staaten unterzeichneten Nachhaltigkeitsagenda 2030. Quelle: Uwe Klemens
Dahme

„Mir wird einfach zu viel darüber geredet, ich kann’s schon gar nicht mehr hören“, sagt die Dahmenserin Sandra Porzig. „Und wenn, dann wird dabei meist nur leeres Stroh gedroschen und nichts Konkretes gesagt“, ergänzt ihr Sitznachbar am großen Tisch im Pfarrhaus der evangelischen Kirchgemeinde Dahme. „Nachhaltig Leben“ war dort am Mittwoch Abend das Thema. Acht Interessierte waren der Einladung von Pfarrerin Britta Rostalsky und Eine-Welt-Promoterin Stephanie Günther vom Diakonischen Werk Teltow-Fläming gefolgt, die Möglichkeiten eigenen Tuns auszuloten.

17 Ziele, aber viel mehr Fragen

Als Diskussionsgrundlage dienten die 17 Unterthemen der 2015 auf dem UNO-Nachhaltigkeitsgipfel von 193 Staaten unterzeichneten Agenda 2030. Der Kampf gegen Armut und Hunger und für gesunde Ernährung sowie der Zugang zu Bildung und sauberem Trinkwasser findet sich dort ebenso wie die Bekämpfung sozialer und globaler Ungerechtigkeiten und der Erhalt der Umwelt.

Schon in der kleinen Runde war schnell klar, dass die Frage, welches Thema am wichtigsten sei, von jedem einzelnen anders beantwortet wird und auch die Definition, was sich hinter dem Thema konkret verbirgt, schwer fällt. „Frieden“ nannte Katja Stahl als grundlegendstes Ziel. „Wenn dieses nicht erreicht wird, werden auch alle anderen Ziele scheitern“, so die Ihlowerin.

Ungleichheiten sind das Grundübel

Die sozialen Ungleichheiten im eigenen Land und auf der Welt sieht Reinhard Pechwitz aus Sieb als die Ursache allen Übels. Das Streben nach immer Mehr auf Kosten anderer hindere die Menschen daran, die wichtigen Probleme zu lösen, so der Landwirt.

Den meisten Handlungsspielraum für eigenes Engagement, dass die Welt ein wenig besser machen könnte, sahen die Teilnehmer im eigenen Konsumverhalten. Der Gang mit der eigenen Plastik-Dose zum Fleischer, um Verpackungsmüll zu sparen, wie ihn Porzig praktiziert, kann zwar nicht gleich die ganze Welt retten. Aber viele kleine Schritte dieser Art zusammen, und wenn man immer öfter mit anderen darüber spricht, um sie zum Nachdenken anzuregen, wären ein gangbarer Weg, fasste Rostalsky nach mehr als zweistündigem, regen Austausch das Ergebnis des Abends zusammen.

Von Uwe Klemens

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