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Teltow-Fläming Neuer Glasofen ist in Betrieb
Lokales Teltow-Fläming Neuer Glasofen ist in Betrieb
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00:21 23.01.2019
Der Glasmacher Christoph Hübner arbeitet jetzt an einem neuen Glasofen im Museumsdorf Baruther Glashütte. Quelle: Andreas Staindl
Glashütte

Ein neuer Glasofen steht den Glasmachern im Museumsdorf Baruther Glashütte zur Verfügung. Er wurde jetzt in Betrieb genommen. Damit sind bewährte Angebote für die Besucher wieder möglich. Sie können den Glasmachern zuschauen, aber auch selbst aktiv werden, etwa Glaskugeln blasen. Material in mehreren Farben steht ihnen zur Auswahl. Besucher können zwischen unifarben, zwei-oder mehrfarbig wählen. Nach der Herstellung müssen die Kugeln 30 Minuten abkühlen.

Alter Ofen war beschädigt und wartungsintensiv

Dieses Angebot gibt es schon seit Jahren in Glashütte, es war jedoch in Gefahr. Denn der alte Glasofen in der Ofenhalle des Museums war verschlissen, wie der Museumsleiter Georg Goes informierte. Das Schmelzgefäß war beschädigt, zudem hatten Spannungsschwankungen dem Ofen zugesetzt. Dieser alte, 2011 in Betrieb genommene Glasofen, sei deswegen zu wartungsintensiv und teuer geworden, so Georg Goes. Jetzt lodert das Feuer in dessen Nachfolger.

Interessante Exponate gibt es auch in Nachbarschaft des Arbeitsbereichs zu sehen. Quelle: Andreas Staindl

Die Glasmacher Christoph Hübner und Stephanie Schulz arbeiten daran und helfen das immaterielle Kulturerbe der manuellen Glasfertigung zu bewahren. Christoph Hübner hat den neuen, elektrisch betriebenen Ofen am Samstagvormittag angeworfen. Noch war alles neu, mussten sich Abläufe einspielen. „Besucher“, sagt der Glasmacher, „haben jetzt einen besseren Blick auf den Arbeitsbereich. Sie können die einzelnen Schritte optimal verfolgen.“ Möglich ist das, weil die Öfen zum Schmelzen, Rückwärmen und Kühlen jetzt ebenerdig stehen. Das verbessert nicht nur die Arbeitsabläufe der Glasmacher sondern ist auch für Zuschauer interessanter. Sie können jetzt von der historischen Bühne und von neuen Sitzpodesten aus die Arbeit verfolgen. Während der ersten Stunden der Wiederaufnahme des Studiobetriebs am Samstagvormittag hielt sich das Interesse allerdings in Grenzen.

Für die Glaskugeln steht Material in verschiedenen Farben zur Verfügung. Quelle: Andreas Staindl

Neuer Ofen wird auch von Studierenden und Designern genutzt

Der neue Ofen soll nicht nur von Besuchern sondern auch von Studierenden und Designern beispielsweise genutzt werden, so Georg Goes. Er wurde mit Hilfe der Mittelbrandenburgischen Sparkasse, der Stadt Baruth, der Heimatstiftung Museumsdorf Glashütte sowie mit Eigenmitteln des Museumsvereins angeschafft.

Extravorführungen am Glasofen gibt es um 12.30 Uhr und 15 Uhr während der Öffnungszeiten des Museums von 10 Uhr bis 17 Uhr. Weitere Informationen gibt es auf der Internetseite des Museums.

Von Andreas Staindl

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