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Teltow-Fläming Goldene Palmen unter dicken Staubkrusten
Lokales Teltow-Fläming Goldene Palmen unter dicken Staubkrusten
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08:01 16.08.2017
Der Altarraum in der Marienkirche von Kloster Zinna ist zu großen Teilen eingerüstet. Quelle: Niclas Koschig
Kloster Zinna

Die Restaurationsarbeiten in der Marienkirche sind derzeit in vollem Gange. Die evangelische Gemeinde Kloster Zinna schrieb den Auftrag zur Restauration des Altars im Frühjahr dieses Jahres aus. Seit dem 14. Juni kann das Team um Regina Klug, Susan Müller, Franziska Dannhauer und Silke Dziony die alte Schönheit des Altars wiederherstellen. Bis Oktober sollen sie damit fertig sein.

Altar aus dem Jahr 1701 mehrfach überarbeitet

Der im Jahre 1701 fertiggestellte Altar wurde bis zu seiner jetzigen Restauration wenigstens dreimal überarbeitet. Die letzte Überarbeitung fand in den 1960er bis 1970er Jahren statt. Grund für die derzeitigen Arbeiten sind daher auch die verschmutzten oder verwitterten Reste der vorigen Fassungen. „Bei der letzten Restauration wurde sehr oberflächlich gearbeitet“, stellte Dannhauer fest. Es liegen von den damaligen Arbeiten kaum Unterlagen vor. Deshalb kann man auch nur in Bruchteilen rekonstruieren wie die Fassungen in den Jahren restauriert wurden. „Wir müssen viele Kompromisse eingehen da wir nicht die Möglichkeit haben, unbeschadet alle Fassungen freizulegen“, sagte Dannhauer.

Restauratorin Franziska Dannhauer arbeiten am Altar. Quelle: Niclas Koschig

Diese Aussage spiegelt sich auch in der Arbeit wieder. Behutsam mit Pinzette, saurem Lösungsmittel und Watte wird eine Schicht nach der anderen gereinigt und bestenfalls angeglichen, sodass wieder ein ebenes Bild entstehen kann. Was für künstlerische und historische Schätze sich hinter den Verschmutzungen finden, wird bei den hölzernen Palmen sichtbar: Unter der staubigen Oberfläche kommt nun nach dem Reinigen eine goldene Oberfläche hervor.

Paulus und Petrus kamen in die Werkstatt

„Die bislang schwerste Arbeit im Hinblick auf die Restauration ist die Freilegung der ersten und zweiten Fassung“, sagte Dannhauer. Während die Arbeiten direkt am Altar in der Klosterkirche stattfinden wurden die vollplastischen Skulpturen der Apostel Paulus und Petrus nach Potsdam überführt, um diese dort in einer Atelierwerkstatt restaurieren zu können.

Neugierige Besuchergruppen

Ingrid Rosenzweig, Mitglied im Gemeindekirchenrat und gute Seele der Gemeinde, begrüßt die derzeit ablaufenden Arbeiten und möchte den Restauratorinnen gern mit Rat und Tat zur Seite stehen. Besucher ließen sich von den Renovierungsarbeiten nicht abschrecken, berichtet sie. Im Gegenteil: Gern lassen sie sich trotz kleiner Einschränkung durch die Kirche führen und stellen neugierig Fragen. Spätestens zu den Feierlichkeiten in der Weihnachtszeit – wie dem Adventsmarkt oder die Gottesdienste – wird die Klosterkirche mit all ihren Restaurierungen fertiggestellt sein, kündigt Rosenzweig an.

Von Niclas Koschig

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