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Teltow-Fläming Größte Jurte Europas auf märkischem Sand
Lokales Teltow-Fläming Größte Jurte Europas auf märkischem Sand
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02:29 23.04.2018
So ähnlich wie die große Jurte in der Mitte stellen sich die jungen Mongolinnen ihre Königsjurte am Gasthof in Zesch vor. Quelle: Foto: Privat
Zesch am See

Nach Deutschland gekommen waren sie als Studenten, nun sind sie seit Jahren schon Unternehmerinnen: Undraa Khaltar, ihre Schwester Enkhmaa Kalthar und ihre Freundin Saliha Senay gehören zu einem Team, das den Gasthof „New Nomads“ im Zossener Ortsteil Zesch am See betreibt.

Gerade haben die Frauen eine Crowdfunding-Aktion gestartet – sie wollen über das Internet fehlendes Geld zum Bau einer Königsjurte sammeln. Das heißt: Sie präsentieren ihr insgesamt 360 000 Euro teures Projekt praktisch weltweit online, um neben eigenem und Fördergeld Spender für die fehlenden 80 000 Euro zu finden. Ziel des Gasthof-Teams ist es, auf märkischem Sand neben ihr bisheriges Jurtencamp das größte mongolische Zelt Europas zu bauen. Es soll eine naturgebundene Begegnungsstätte für verschiedene Anlässe mit mongolischem Flair werden. Für einen ersten Schritt brauchen die jungen Frauen und Mütter 30 000 Euro. Kommen die bis 12. Januar zusammen, können Handwerkeraufträge erteilt werden für die geschnitzte Holzkonstruktion und das Interieur der Jurte. Dann soll ein zweiter Schritt folgen, das Fundament. Dafür wären 50 000 Euro nötig; die sollen bis 2019 gesammelt werden.

Diese drei jungen Frauen des Gasthof-Teams "New Nomade" im Zossener Ortsteil Zesch am See starteten eine Crowdfunding-Aktion: Undraa Khaltar, ihre Schwester Enkhmaa Kalthar und ihre Freundin Saliha Senay (von links). Quelle: privat

Zesch war für die Mongolinnen ein Zufallsfund. „Als Studentinnen waren wir ein Wochenende dort und haben uns in die Idylle verliebt“, erzählt Undraa Khaltar. Seit zwei Jahren betreibt das Gasthof-Team bereits ein Jurten-Camp. „Das läuft sehr erfolgreich“, sagt Undarmaa Kalthar-Rothhaar. Mit Übernachtungen in original mongolischen Jurten bringe New Nomade ein außergewöhnliches kulturelles und kulinarisches Erlebnis in die Region. „Weil die Nachfrage nach Veranstaltungen in den Jurten bei uns immer größer wurde, kamen wir auf die Idee zu einer Eventjurte“, sagt sie. Der ungewöhnliche Veranstaltungsort soll die größte Jurte in Europa werden, „formtreu und mit allen traditionell geprägten Details“, wie die junge Frau erklärt. Sie stellt potenziellen Spendern übrigens auch das gesamte Team online vor: „Während Salihas Beziehung zur Mongolei etwas weitläufiger ist, sind Enkhmaa und Undraa waschechte Mongolinnen und Schwestern. Deegi und Özgür sind die Ehemänner von Enkhmaa und Saliha, Freunde seit der Studienzeit, Seelenverwandte und Brüder im Geiste.“

Das Team erkannte ganz offenbar die touristischen Potenziale der Region zwischen Baruther Urstromtal und Zossen. Auf der Internetseite zur Aktion heißt es: „Zesch am See ist eine unentdeckte kleine Perle, bezaubernd mit seinen Reit- und Wanderwegen. Der Zeschsee ist einer der klarsten Seen im Süden Berlins und liegt auf der Route des berühmten 66-Seen-Wanderweges.“

Weitere Informationen zur Unterstützung gibt es im Internet auf www.startnext.com/jurte

Von Jutta Abromeit

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