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Teltow-Fläming Kinderkleidung von Schulhof-Schlamm verdreckt
Lokales Teltow-Fläming Kinderkleidung von Schulhof-Schlamm verdreckt
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19:16 12.03.2019
Otfried-Preußler-Schule Großbeeren Quelle: Jutta Abromeit
Großbeeren

Schulkinder, die in den großen Pausen auf dem Schulhof Großbeeren herumtoben, sind hinterher über und über staubig. Hat es geregnet, haben sie hellen Schlamm an Schuhen, Kleidung und Schulmappen. Warum das seit Herbst plötzlich so ist, können sich Eltern nicht erklären. Mutter Grit Barthold schreibt an die MAZ: „Ranzen und Kleidung sehen aus, als ob sie mit weißem Kreideschlamm beschmutzt wären.“

Kinder mit schmutzigen Klamotten auf dem Schulhof Großbeeren - Eltern fragen: Ist das zugelassener Belag, der da so entsetzlich staubt? Quelle: privat

Sie ist stellvertretende Elternsprecherin der 2b. In diese Klasse geht ihr achtjähriger Sohn. auch er kommt oft völlig verdreckt nach Hause. Seine Klassenlehrerin habe die Familie informiert, dass die Hofpausen im Sommer eine Zumutung wären, der gesamte Schulhof sei eine einzige Staubwolke. Grit Barthold habe sich an die Schulleitung gewandt; die könne nicht helfen, sie habe sich ans Rathaus gewandt, doch bisher ohne Reaktion, schreibt die Mutter.

Auch sie selbst habe Bürgermeister Tobias Borstel (SPD) mehrfach per E-Mail gefragt, bisher ebenfalls ohne Antwort. Des Weiteren haben die Fraktionen CDU und FDP zum Schulhof-Belag am 7. März den Antrag gestellt, dass der Gemeinderat eine Prüfung beschließen möge. Damit soll herausgefunden werden, ob der Belag Schadstoffe enthält, ob Verschleiß vorliegt oder etwas Falsches geliefert wurde.

Schulhof der Otfried-Preußler-Schule Großbeeren im Sommer Quelle: Jutta Abromeit

Im Rathaus sei das Problem bekannt, erklärt der stellvertretende Bürgermeister Lutz Ritter. Er leitet das Bau- und Planungsamt und sagt: „Auf jeden Fall ist der Belag nicht giftig.“ Der Schulhof habe im November 2017 einen sogenannten Fallschutz-Belag bekommen, „das ist ganz offiziell zugelassener und nach allen gesetzlichen Vorgaben gekaufter Belag“, so der Vize-Bürgermeister.

Beschwerden darüber, dass Schulkinder verschmutzt und dreckig nach Hause kommen, gebe es erst seit Herbst. Für Ritter kann das am extrem trockenen Sommer 2018 liegen: „Üblicherweise wird der Abrieb von solchem Belag beim nächsten Regen ausgewaschen.“ Weil es nicht geregnet habe, sei der Abrieb noch da.

Er sieht mehrere Möglichkeiten: „Die einfachste Sofortmaßnahme wäre das Sperren mit Flatterband, doch dagegen hat mit Sicherheit die andere Hälfte der Eltern was, weil sich ihre Kinder dann zuwenig bewegen.“ Als nächstes könne man versuchen, alle zwei Tage zu wässern, bis der Staub gebunden ist, sagt Ritter. Oder es sei möglich, den Boden auszubauen und Fallschutzmatten aus Gummi rund ums Klettergerüst zu legen.

Verwaltung will keine Schnellschüsse

 „Aber wir können als Verwaltung keine Schnellschüsse starten, die Geld kosten, weil wir sie hinterher korrigieren müssen“, so der Vize-Bürgermeister. Ohnehin liege von Eltern der Otfried-Preußler-Oberschule eine Wunschliste zur Umgestaltung des Schulhofs auf dem Tisch. Außerdem sei nach Ritters Worten eine AG Spielplätze einberufen: Vertreter des Bau- und des Ordnungsamtes würden ab April mit Kindern, Jugendlichen, Eltern und Seniorenbeirat ein Konzept für alle Spielplätze der Gemeinde erstellen.

Von Jutta Abromeit

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