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Teltow-Fläming Großbeeren platzt aus allen Nähten
Lokales Teltow-Fläming Großbeeren platzt aus allen Nähten
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05:26 28.12.2013
Immer mehr Einwohner, immer mehr Kinder in Großbeeren.
Immer mehr Einwohner, immer mehr Kinder in Großbeeren. Quelle: MAZ-Archiv
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Großbeeren

In Großbeeren ist alles ein wenig anders. Der Ort am Südrand Berlins gehört nicht nur zu den Kommunen im Land, deren Einwohnerzahlen nicht schrumpfen, sondern wachsen. Selbst unter den Wachstumskommunen ist Großbeeren noch ein Spitzenreiter – seit 1990 wurde aus dem 3171-Seelen-Großdorf zwischen Berliner Stadtrand und Rieselfeldern ein bundesweit bekannter Logistikstandort, der jetzt mit Stand Ende November 8280 Einwohner meldet.

Und diese Fast-Verdreifachung der Bevölkerungszahl ist noch längst nicht das Ende dieses regionalen Bevölkerungswachstums. Nach der Jahrtausendwende flachte der Großbeerener Zuwachs zunächst etwas ab. „Damals hatten wir ein bis anderthalb Prozent mehr Einwohner pro Jahr“, sagt Bürgermeister Carl Ahlgrimm (parteilos). Jetzt aber nimmt die Bevölkerung seit 2010 wieder deutlich zu. „Wir liegen inzwischen erneut bei zwei bis drei Prozent. Damit werden wir die Prognose eines Gutachtens der Bertelsmann-Stiftung nicht 2030, sondern etliche Jahre früher erreichen“, so Ahlgrimm. Und das auch ohne die maximal 648 Gefängnisinsassen, die in der Berliner Haftanstalt „Heidering“ Platz haben. Diese Berliner Gefangenen zählen während ihrer Haftstrafe statistisch zu den Großbeerenern. Den Hauptanstieg machen tatsächlich Neubürger aus, junge Familien, die in den Berliner Speckgürtel ziehen. Das spüren Umlandgemeinden der Bundeshauptstadt deutlich. Doch selbst unter diesen Orten ist Großbeeren noch eine Ausnahme, ein Ausreißer nach oben. „Das heißt, wir müssen bei Landesbehörden wie vor 20 Jahren gegen alle Trends diskutieren, um unsere Interessen plausibel zu machen“, erklärt der Bürgermeister. Er vergleicht die Situation mit der von Freising, dem boomenden Ort nördlich von München nahe dem dortigen Flughafen.

Sowohl Eigenheim- als auch Mietwohnungsbau boomen. An der Trebbiner Straße gibt es eine sogenannte Restbesiedlung im Baufeld III an der Feldstraße. Und ab 2015/16 plant die Gemeinde das Wohngebiet „Zu den Saufichten“ mit rund 500 Wohnungen. Außerdem soll es im Ortsteil Heinersdorf neben den beiden Wohnblöcken, für die jetzt Richtfest gefeiert wurde, 2016/17 mit dem Mietwohnungsbau weitergehen. Das heißt: Großbeeren braucht neben der überfälligen Hort-Erweiterung dringend weitere Kitas. Insofern hören die Wachstumssorgen dieses Ortes so schnell nicht auf.

Von Jutta Abromeit

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