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Großbeeren Gleisbauer: Mit Leidenschaft für die Schiene
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Ausbildung Gleisbauer

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09:14 23.02.2021
Ist bei Schienenarbeiten quasi in seinem Element: Moritz Büttner, Gleisbau-Azubi bei Spitzke in Großbeeren.
Ist bei Schienenarbeiten quasi in seinem Element: Moritz Büttner, Gleisbau-Azubi bei Spitzke in Großbeeren. Quelle: JACQUELINE STEINER
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Großbeeren

„Das hat damit zu tun, etwas zu schaffen“, sagt der Freizeit-Boxer und Kraftsportler zu seiner Begeisterung. Seit dem Sommer 2019 ist der Großbeerener dabei und steckt gerade in der Prüfung zum Tiefbaufacharbeiter – eine Zwischenetappe nach zwei der drei Jahre dauernden Gleisbauer-Ausbildung. Schon als 16-Jähriger hat er sich im Straßenbau in den Schulferien ein paar Euro verdient. Nachdem er nach der zwölften Klasse die Schule verlassen hat, arbeitete er zunächst wiederum in der Sparte. Als ihn dann beim Tag der offenen Tür ein Schulfreund, der bei Spitzke ein duales Studium absolviert, durch das Großbeerener Unternehmen lotste und er vor Ort mit vielen Auszubildenden unter anderem über die Weiterbildungsmöglichkeiten und die Förderung gesprochen hatte, stand der Entschluss zur Ausbildung dort fest.

Montageeinsätze im In- und Ausland

„Draußen, an der frischen Luft und im Team“ fasst Büttner die für ihn wichtigen Rahmenbedingungen des Berufs zusammen. Zudem komme man „auch viel rum“. In Berlin-Brandenburg gibt es zwar viel zu tun für das größtenteils für die Deutsche Bahn tätige Unternehmen. Gleichwohl sind es die Montageeinsätze im In- und europäischen Ausland, die Büttner faszinieren. Auch für die eigene Ausbildung ist Spitzke baulich tätig. Büttners nächster Einsatz ist ein bald Fußballplatz großes Praxisfeld mit Gleisanlagen für die weitere Qualifizierung der Auszubildenden auf dem Großbeerener Firmengelände. „Von Azubis für Azubis“, sagt Ausbilder Mirko Grantner.

Gleisbauer ist nicht der einzige Beruf, der unter den insgesamt 200 Auszubildenden des Bahninfrastrukturunternehmens mit insgesamt 2200 Beschäftigten im In-und Ausland erlernt wird. Auch Mechatroniker, Elektroanlagenmonteure, Beton- und Stahlbetonbauer oder Baugeräteführer gehören zum Ausbildungsrepertoire des Unternehmens, das für seine Projekte auf viel technisches Know-how setzt. So kommen dann auch häufig die legendären gigantischen Gleisbaumaschinen mit bald 200 Metern Länge wie „Katharina die Große“ oder „Heinrich der Starke“ zum Einsatz.

Handwerkliches Geschick, Präzision, Sorgfalt und Umsicht sowie Verantwortungsbewusstsein gehören zu den zentralen Anforderungen an angehende Gleisbauer. Schließlich nutzen täglich hunderttausende Menschen die von dem Unternehmen neu gebauten, revitalisierten oder instandgehaltenen Bahnanlagen.

Bahn ist das „bevorzugte“ Verkehrsmittel

Auf Schulfächer wie Werken/Technik, Mathematik und Physik wird besonderes Augenmerk gelegt. Eingestellt werden überwiegend Auszubildende mit mittlerem Schul- oder Hauptschulabschluss. Die Perspektiven, beruflich voranzukommen, sind vielfältig - auch durch die unternehmenseigene Spitzke-Akademie, die ein umfangreiches Angebot an Aus- & Weiterbildungen, Qualifikationen, Schulungs- und Trainingsprogrammen im Bereich Bahn bereitstellt. Mittels Weiterbildungen bieten sich Möglichkeiten, beispielsweise die Prüfung als Industriemeister oder Polier abzulegen. Auch ein Studium im Bauingenieurwesen ist bei den entsprechenden Voraussetzungen drin. Zur Akademie gehört auch ein eigenes Ausbildungszentrum. Dieses verfügt über eine umfangreiche technische Ausrüstung, an der die Auszubildenden die Lerninhalte praktisch umsetzen.

Nicht zuletzt ist auch für Moritz Büttner „die Bahn das bevorzugte Verkehrsmittel, mit dem man meist am schnellsten von A nach B kommt“.

Mehr Infos in der E-Beilage „MAZubi digital“

Ausbildungsangebote unter maz-job.de/ausbildung

Von Gerald Dietz