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Großbeeren Bekommt Großbeeren einen Senioren-Shuttle?
Lokales Teltow-Fläming Großbeeren Bekommt Großbeeren einen Senioren-Shuttle?
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05:00 13.01.2020
Weil zu wenig oder gar keine Busse durch die Örtchen fahren: Monika Andres vom Seniorenbeirat plant einen Bus-Shuttle für Senioren. Quelle: Marlene Schmidt
Großbeeren

„Ich bin die Polizei der alten Leute“, sagt Monika Andres aus Großbeeren. Die Managerin im Vorruhestand ist ehrenamtlich im Seniorenbeirat Großbeeren tätig. „Es muss ja jemanden geben, der sich für ältere Menschen einsetzt“, sagt sie und hat eine tolle Idee für die Senioren ihrer Gemeinde: Einen Senioren-Shuttle, der die Menschen zum Einkaufen in den Supermarkt oder vielleicht auch bei Bedarf in die Berliner City zu Kaufhäusern oder zum Arzt bringt. Die Idee ist da, das Konzept in der Mache und Umfragen in der Bevölkerung gerade gestartet.

Großbeeren hat knapp 9000 Einwohner. Ein Drittel davon sind Menschen über 65. Das Problem ist nicht nur, dass die Großbeerener Ortsteile wie Diedersdorf, Heinersdorf oder Kleinbeeren beispielsweise überhaupt nicht mal über Einkaufsmöglichkeiten verfügen, sondern auch die Infrastruktur katastrophal ist. Busse fahren entweder überhaupt nicht oder wenn, nur dreimal am Tag. Und am Wochenende schon gar nicht. Wer also kein Auto hat, hat ein Problem. Monika Andres: „Aber auch Rentner direkt in Großbeeren sind nicht mehr so gut zu Fuß, um es zum nahegelegenen Supermarkt zu schaffen, um dann auch noch die Einkäufe zu tragen.“

Die Mobilität ist das größte Problem für Senioren

Monika Andres hat sehr lange im Gesundheitswesen gearbeitet. In Krankenhäusern, Seniorenzentren und zuletzt in einer Seniorenresidenz in Berlin-Wilmersdorf, wo sie 100 Mitarbeiter und 170 Bewohner als Direktorin leitete und betreute. 60 Stunden Arbeit in der Woche waren normal. „Großbeeren war während meiner Arbeitszeit meine Schlafstätte, jetzt, nachdem ich in Vorruhestand gegangen bin, ist es meine Heimat“, sagt sie. Doch statt die Füße hochzulegen, engagiert sie sich ehrenamtlich im Seniorenbeirat und will ihr Wissen weitergeben. „Hier kann ich das meiste mit meiner Kenntnis bewirken.“

Eine der Ideen ist ein Bus-Shuttle. „Das größte Problem für ältere Menschen ist die Mobilität und die Einsamkeit. Im Alter allein sein, das muss nicht sein“, sagt Andres, „es gibt vielfältige Möglichkeiten, sich zu treffen und was gemeinsam zu unternehmen, man muss nur die Kreise dafür schaffen, wie zum Beispiel unseren Kaffeeklatsch im Zapfwerk.“ Dieser war ein voller Erfolg. Andres: „Ich höre von vielen Senioren, dass sie oft auf ihre Kinder oder Enkel warten, die die Einkäufe für sie erledigen. Ich selbst nehme freitags oft meine Nachbarin mit zum Einkaufen. Also, warum nicht ein Bus-Shuttle für alle Senioren in Großbeeren?“

Senioren-Bus-Shuttle im Herbst 2020 ist das Ziel

Monika Andres hat dazu eine Umfrage im Ort gestartet. Einmal in der Woche würde der Bus die Orte anfahren, die Senioren zum Supermarkt fahren und nach ein bis zwei Stunden wieder nach Hause bringen. Kosten: 2 Euro. „Vielleicht ja dann auch mal bis nach Berlin die Schlossstrasse.“ Einen Fahrer hätte sie schon. Einen Sprinter mit acht oder neun Sitzen hofft sie, über Sponsoren zu bekommen. Sollte Bedarf da sein, legt sie ihr Konzept dem Ausschuss für Soziales vor. Und wenn er für gut befunden wird, kann der Antrag in die Gemeindevertretung. „Mein Ziel ist, dass der Bus-Shuttle im Herbst 2020 läuft“, sagt die Managerin optimistisch.

Von Marlene Schmidt

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