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Großbeeren Erklärung zu Eröffnungsbilanz verschoben
Lokales Teltow-Fläming Großbeeren Erklärung zu Eröffnungsbilanz verschoben
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14:17 30.03.2019
In der Sitzung: Kämmerer Uwe Fischer (CDU), Bürgermeister Tobias Borstel (SPD) und Gemeinderatsvorsitzender Michael Richter (CDU/v.l.) Quelle: foto: Abromeit
Großbeeren

Wieder erfuhren die Gemeindevertreter in Großbeeren nicht genau, warum der Kreis die Prüfung der Unterlagen für die Eröffnungsbilanz aus dem Rathaus Großbeeren abgebrochen hat. Die Informationen dazu und das geplante klärende Gespräch mit Uwe Fischer (CDU), dem Kämmerer und stellvertretenden Bürgermeister, bei öffentlichen Gemeinderatssitzung am Donnerstag fand nicht statt. Auf Vorschlag von Michael Richter (CDU), dem Gemeinderatsvorsitzenden, wurde das Thema auf die nächste Hauptausschusssitzung am 10.April verschoben.

Problem GVZ

Wie berichtet ist Großbeeren die einzige Gemeinde im Kreis, die bisher keine Eröffnungsbilanz zur doppelten Haushaltsführung (Doppik) hat; sie gilt seit 2011. Dabei hat Großbeeren eine Besonderheit, für die es in Brandenburg nichts Vergleichbares gibt: Das Güterverkehrszentrum (GVZ) als kommunales Sondervermögen. Doch das scheint im Moment nicht die Hauptsorge der Gemeinde zu sein. Das Rechnungsprüfungsamt in Luckenwalde hatte die Prüfung der Großbeerener Unterlagen im Februar abgebrochen, weil sie nicht vollständig seien. Ohne die Eröffnungsbilanz kann es keine Jahresabschlüsse geben – und damit weiß in Großbeeren niemand genau, über wie viel Geld die Kommune tatsächlich verfügt.

Gemeindevertreter wollen Klarheit

Nun sollte der Kämmerer den Gemeindevertretern genau zu diesen fehlenden Details Rede und Antwort stehen, so war es der angekündigten Tagesordnung zu entnehmen: Was kritisiert das Rechnungsprüfungsamt Teltow-Fläming, und warum genau kann nicht weiter geprüft werden? Der Wirtschafts- und Finanzausschuss-Vorsitzender Helmut Barthel (SPD) sagte: „Wir wollen endlich erfahren, wie voll oder leer unser Portemonnaie ist.“ Auch Gemeindevertreter Dirk Steinhausen (fraktionslos) will endlich Klarheit: „Das sind Millionen, die da auf dem Konto liegen. Ohne diese Prüfung bleibt das Geld dem politischen Willen entzogen.“ Der Kämmerer sagte, die Verwaltung hatte etliches schon als abgehakt betrachtet und sagte: „Wir sind im Moment dabei herauszufinden, was genau von uns noch erwartet wird.“ Wie berichtet will Fischer das Thema einschließlich GVZ-Vermögen bis 30. April „komplett vom Tisch haben“.

Richter will die Bestätigung

Michael Richter erklärte im Versammlungssaal, man sollte einen Weg finden, dass die Behörde die Großbeerener Finanzen bestätigen könne; er erklärte: „Es gab bisher keinen Fall, und das nicht nur hier im Kreis, dass eine Eröffnungsbilanz nicht doch noch irgendwann bestätigt wurde.“

Von Jutta Abromeit

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