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Großbeeren Gerd Wiebe will Siegesfest zur Marke machen
Lokales Teltow-Fläming Großbeeren Gerd Wiebe will Siegesfest zur Marke machen
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06:06 15.07.2019
Gerd Wiebe mit seinem Aufstellungsplan für das diesjährige Siegesfest vom 23. bis 25. August an der Bülow-Pyramide in Großbeeren Quelle: Jutta Abromeit
Großbeeren

Das diesjährige Siegesfest in Großbeeren ist komplett gerettet, es gibt keinen Streit mehr zwischen Gemeinderat und Veranstalter über das Konzept. Das steht mit Nachfragen im Rathaus Großbeeren und bei Unternehmer Gerd Wiebe fest.

Der Kleinbeerener hatte nach der Ausschreibung des Großteils am jährlichen Spektakel den Zuschlag erst im dritten Anlauf im Januar bekommen. Insider wissen, dass das für Ereignisse dieser Dimension viel zu spät ist, um gefragte Schausteller oder gewünschte Zelte zu bekommen. Wegen der Personal-Knappheit im Rathaus hatte die Verwaltung nicht mehr die Kraft, solch ein Ereignis komplett selbst nebenbei auszurichten. Deshalb sollte sie, so der Wille des Gemeinderats, diese Leistung für 85.000 Euro eine Firma erledigen lassen.

Hier auf dem Gutshof-Gelände gibt es dieses und nächstes Jahr keinen Siegesfest-Rummel mehr, das steht mit der Vergabe an den Veranstalter Plaided Events fest. Quelle: Jutta Abromeit

Im April, zur Sitzung des Hauptausschusses, hatte es wie berichtet Streit zwischen dem Gremium, Verwaltungsvertretern und Wiebe als Inhaber der Firma Plaided Events gegeben. Hauptsächlich der Ort für den Unterhaltungsteil des Festes sorgte für Auseinandersetzungen: Gemeindevertreter wollten den Rummel wie zuletzt auf dem Gutshof haben. Wiebes Konzept sieht alles entlang der Ruhlsdorfer Straße vor, gruppiert um das Biwak am Küsterteich und das Schlachtfeld.

Wiebe mag keine Stammtisch-Dispute

Der Plaided-Events-Chef kommt als Ex-Manager eines Weltkonzerns von einem deutschen Industrie-Schwergewicht. Mit Stammtisch-Diskussionen mag er sich ungern aufhalten und erklärt: „Das Siegesfest Großbeeren ist von der historischen Bedeutung her gleich nach der Völkerschlacht von Leipzig einzuordnen. Das sollte bei dieser Veranstaltung jedes Jahr wieder deutlich werden, es muss überregional eine Marke werden.“

Dazu, so Wiebe, müssten nicht nur die Gäste im Biwak aus halb Europa wieder das Gefühl bekommen, Teil eines tollen Ereignisses zu sein. In Kürze gehe er auf einheimische Vereine und Verbände zu, sowie mit spezifischen Konzepten auf Firmen im GVZ. „Sie alle gehören doch zu Großbeeren und machen seinen heutigen Ruf aus“, erklärt der Unternehmer, also müssten sie auch die angemessene Chance bekommen, sich vor den nach tausenden zählenden Besuchern präsentieren zu können.

Familienwelt in Zelten und Firmen-Erlebnisfläche

Für den historischen Handwerkermarkt an der Ruhlsdorfer Straße seien inzwischen 40 Anbieter gebunden, erklärt Wiebe. Drei große Areale gebe es zwischen Wasserski-Anlage und Ortsrand: einen Rummel, eine Familienwelt mit zwei Zirkuszelten und dazwischen eine Erlebnisfläche, auf der sich Firmen präsentieren.

Bürgermeister Tobias Borstel (SPD) ist fürs Erste einfach nur froh, dass das diesjährige Siegesfest stattfindet. „Wir wollen ein Wochenende, das wirklich jedem was bietet. Dafür tun wir als Ort gemeinsam mit dem Veranstalter alles, wir in der Verwaltung sind da sehr guter Dinge.“ Und Borstel freut sich jetzt schon darauf, in der einen oder anderen Stunde abends nicht nur Bürgermeister zu sein, sondern auch mal mittanzen zu können, sagt er.

Von Jutta Abromeit

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