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Großbeeren Spitzke stellt erste E-Lok in Dienst
Lokales Teltow-Fläming Großbeeren Spitzke stellt erste E-Lok in Dienst
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15:48 26.07.2019
Tim Schmidt zieht die neue E-Lok ans Tageslicht. Quelle: Krischan Orth
Großbeeren

Die Spitzke Unternehmensgruppe in Großbeeren hat am Donnerstag ihre erste E-Lok namens „Smartron“ präsentiert. Sie ist die 22. Lok im Fuhrpark des Unternehmens und zugleich die erste, ausschließlich mit Strom fahrende Lokomotive des Unternehmens. Spitzke, einer von Europas größten Dienstleistern für Bahninfrastrukturprojekte, fertigt beispielsweise Gleis-und Weichenschwellen an.

Die Manager vor der neuen Lok. Quelle: Khrischan Orth

Die „Smartron“, hergestellt von Siemens, wird innerhalb Deutschlands ihren Dienst für Spitzke leisten. Sie kommt zum Einsatz um Gleisbaumaschinen zu transportieren oder Güter für die Baustellen, wie Schwellen. Wenn bei Reparaturarbeiten an den Schienen die Oberleitung ausgestellt ist oder fehlt, kommt sonst die Diesellok zum Einsatz.

Unternehmen betreibt auch Elektro-Autos

Das Unternehmen setzt damit seinen Weg in Richtung Elektromobilität fort. Ein kleiner Fuhrpark elektronisch betriebener Pkws wurde vor anderthalb Jahren bereits angeschafft. Allerdings sei die Anwendung noch „ernüchternd“ wie Waldemar Münich, CEO der Spitzke Unternehmensgruppe mitteilte. Die knappe Reichweite von nur 100 Kilometern und die fehlende Infrastruktur für Elekromobile nennt er als Beispiel. Es gebe keine Versorgungssicherheit, und es sei fraglich, ob der Elektromotor auf der Straße der Antrieb der Zukunft sein werde, so Münich. Ines Jesse, Staatssekretärin im Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung, betonte, dass es Aufgabe der Politik sei, gute Rahmenbedingen hierfür zu schaffen. Sie wies darauf hin, dass es Ziel des Mobilitätsplans 2030 der Landesregierung sei, 10 Millionen mehr gefahrene Kilometer auf die Schiene zu bringen.

Blick ins Innere der neuen Lok. Quelle: Chrischan Orth

Spitzke-Chef Münich fordert für die Bahn 100 Prozent Elektromobilität auf der Schiene. Im Betrieb sei die neue E-Lok zudem bis zu 40 Prozent günstiger als die herkömmliche Diesellok. Die Nachfrage nach E-Loks sei steigend, sagt Peter Hahn Sales Manager von Siemens. 951 E-Loks des Types Vektron habe man bereits ausgeliefert, 27 des „kleinen Bruders“ Smartron. Gefertigt werden die Loks in München. 2,5 Millionen Euro kostet die Smartron.

Langfristig nur noch E-Loks

Langfristig möchte man bei Spitzke auf Elektromobilität auf der Schiene setzen. Matthias Lau Geschäftsführer der SLG, einem Tochterunternehmen der Spitzke-Gruppe, bestätigt dies. Es sei langfristiges Ziel des Fuhrpark, mit ausschließlich elektrisch betriebenen Loks zu erneuern.

Auch Loks mit Rußpartikelfiltern werden eingesetzt. Jetzt warte man noch auf die Fabrikation einer Hybridlok, die sowohl Diesel als auch einen Elektromotor als Antrieb besitzen. Lau hat die den Smartron bereits selbst gefahren. Als großen Unterschied sieht er, dass die Anfahrt. Bei einer Diesellok sei diese etwas verzögert, bei der E-Lok sei sofort die ganze Kraft auf der Schiene.

Von Krischan Orth

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