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Großbeeren Ein Eventhaus für Großbeeren: „Zapfwerk“
Lokales Teltow-Fläming Großbeeren Ein Eventhaus für Großbeeren: „Zapfwerk“
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18:39 10.07.2019
Die Gaststätte „General von Bülow", später „Von Beeren", in Großbeeren hat neue Betreiber: Kosta Kleftakis und seine Frau Luisa, hier mit Tochter Sofia (acht Monate). Quelle: Fotos: Abromeit (2)
Großbeeren

Für ein altes Gemäuer in Großbeeren beginnt mal wieder eine neue Ära: Der frühere Gasthof „General von Bülow“ soll jetzt ein Eventhaus werden. Das stellt sich das junge Betreiber-Paar Kosta und Luisa Kleftakis vor. Umgebaut und ausgestattet haben die beiden 28-Jährigen die Gaststätte mit Außentreppe, Terrasse, großem Saal und Bühne bereits. Die Vergangenheit des Hauses kennen sie und erklären, die sei vorbei.

Ein Rundgang durch das neu gestaltete alte Gasthaus an der Berliner Straße in Großbeeren.

Zuletzt hieß das Etablissement an der Hauptstraße „Nachtcafé & Nachtbar“. Es war Nachfolger des Bordells „Filmbar 47“. Das war 2014 dort eingezogen, als der „General“ unter einem anderen Betreiber längst „Von Beeren“ hieß. Der Grund, auf die andere Straßenseite zu ziehen, war ein Brand im Jahre 2012. Weil das Gasthaus und Café als „Von Beeren“ nie genug Personal fand, der Inhaber jedoch irgendwie Geld verdienen musste, zog das Etablissement ein. Dieser Vertrag lief nun im Frühjahr aus, der Eigentümer suchte einen neuen Pächter.

Von der Zahnarzthelferin zur Eventmanagerin

Er fand ihn in Joanis Kleftakis, dem Chef des griechischen Restaurants „Kalimera“, geöffnet seit 1994 in der Nähe des Gedenkturms. Dort war für größere Veranstaltungen oft zu wenig Platz. Deshalb suchte die Familie nach weiteren Räumen. Schwiegertochter Luisa, Frau von Junior Kosta Kleftakis, war früher in Berlin Zahnarzthelferin und ist jetzt an der Uni auf dem Weg zur Eventmanagerin. Sie sagt: „Eigentlich hatten wir was richtig Ausgefallenes gesucht. Aber als der Verpächter uns mal fragte, weil wir uns ja alle hier im Ort kennen, haben wir uns das Haus angeschaut.“

Und Kosta Kleftakis erzählt: „Die Terrasse mit dem kleinen Biergarten hier oben, der Gastraum, der Saal mit seiner Bühne und der Hof hinten, das war schon interessant.“ Schnell haben er und seine Frau ein Konzept gehabt. Sie wollen das Haus nicht nur Vereinen oder für private Feiern anbieten, sondern vor allem eigene Veranstaltungen mit Catering und allem Drum und Dran, sagt Kosta Kleftakis.

Der Liebe wegen nach Großbeeren

Die ersten Konzerte seien gebucht, Salsa- und Whisky-Abende ebenso geplant wie Silvesterfeiern oder Oktoberfeste. „Und außerdem werden wir an jedem ersten Wochenende im Monat die Veranstaltung ,Burger und Bier’ anbieten.“ Dazu, so Kleftakis, habe er in einer Soßenmanufaktur bereits eigene Soßen kreiert, „alle hundert Prozent vegan“, wie er sagt; mit einem Fleischer seien dafür schottisches Rind ausgesucht und mit einem Bäcker zwei Burger-Brote kreiert.

Der junge Mann freut sich, einen Traum im Ort verwirklichen zu können. „Seit ich zwei Jahre bin, lebe ich in Großbeeren und habe schon immer mit Restaurants zu tun gehabt, entweder in der Küche oder im Service.“ Seine Mutter etablierte und betrieb im Ortsteil Kleinbeeren die Tanzschule in der Gaststätte „Das Versteck“. Seine Frau lernte er beim Fußball in Berlin kennen. Sie zog aus Liebe zu ihm nach Großbeeren.

Warum eigentlich „Zapfwerk“? Es gab etliche Großbeerener, für die nur der Name „General von Bülow“ wieder in Frage kam. „Auch das wissen wir“, sagt Luisa Kleftakis, „aber das Haus stand lange leer, und es fand sich niemand, der es mit ,General’ betrieben hat.“ Sie hatten so viele Namen, erzählt sie – deutsche, griechische, italienische. „Aber alles erschien uns irgendwie ausgelutscht.“ Ein bisschen modern sollte es sein, aber auch alles an Veranstaltungen umfassen und vor allem: „Der Name sollte ins Dorf passen.“

Veranstaltungen mit bis zu 150 Personen

Nun also „Zapfwerk“. Täglich geöffnet ist nicht, so der Junior-Chef. Gekocht werde in der Küche deutsch, griechisch oder italienisch. „Ganz international, wir sind da ganz flexibel, was der Gast wünscht.“ Und „der Gast“ kann oben im Schankraum Veranstaltungen mit bis zu 30 Personen anmelden, unten im Saal mit bis zu 150 Personen.

Einer, der die Vorzüge des Hauses als Präsident des Faschingsclubs aus früheren Jahrzehnten bestens kennt, ist Ralf Pächnatz-Löwendorf. Er freut sich, dass der Ort wieder eine Veranstaltungsstätte mit großem Saal hat und wird das Gespräch für künftige Auftritte suchen.

Haus der Vereine in diesem Gebäude passé

Seit drei Jahrzehnten ist der FDP-Mann auch Gemeindevertreter und hatte zuletzt wie die meisten seiner politischen Kollegen dafür gestimmt, aus dem Gebäude ein Vereinsdomizil zu machen. Angesichts der neuen Situation sagt er: „Ein Haus der Vereine wird es nun nicht. Aber ein tolles Konzept für Großbeeren ist das sicher.“

Von Jutta Abromeit

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