Ein Naturdenkmal steht nicht mehr – die etwa 200 Jahre alte „Elefantenfuß-Linde“ am westlichen Ortsausgang von Heinersdorf musste gefällt werden, wie die Kreisverwaltung am Dienstag mitgeteilt hat. Die Fällung fand bereits am 1. März statt. Zuvor habe der Landkreis mit mehreren Pflegemaßnahmen versucht, den besonderen Baum zu erhalten, diese waren aber vergeblich. Der Zustand der Linde sei schon länger fraglich gewesen. Vor allem bereitete der Naturschutzbehörde Sorge, dass der Baum hohl klang. Als letzte Maßnahme wurde eine sogenannte Fangsicherung eingebaut. Sie sollte sicherstellen, dass ein ausbrechender Teil nicht einfach herunterfällt, sondern am Stamm abgleitet. Doch auch damit habe man die Linde nicht retten können, sondern maximal für Sicherheit sorgen.
Anfang des Jahres hatte dann ein Baumgutachter die Restwandstärke des Stamms bestimmt. Die Ergebnisse waren alarmierend, so der Landkreis. Deshalb war eine sofortige Fällung unumgänglich.
Seinen Spitznamen „Elefantenfußlinde“ hatte der Baum wegen des außergewöhnlichen Dickenzuwachses am Stammfußes – eben wie ein Elefantenfuß. Ursache dafür ist eine fortschreitende Fäule, die die Linde mit übermäßigem Holzzuwachs zu kompensieren versuchte.
Von MAZonline