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Großbeeren Max Klucke hat den Überblick: Die Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik
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Max Klucke hat den Überblick: Die Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik

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09:18 23.02.2021
Kennt sich mittlerweile aus bei Kühne+Nagel: Max Klucke.
Kennt sich mittlerweile aus bei Kühne+Nagel: Max Klucke. Quelle: Jacqueline Steiner
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Großbeeren

Als dann im Vorstellungsgespräch noch deutlich wurde, wie viele Bereiche und Abteilungen er während der Ausbildung in dem international tätigen Unternehmen kennenlernen wird, war die Entscheidung für ihn schon gefallen. Im Herbst 2016 begann der heute 20-Jährige die Lehre, die über den Fachlageristen zur Fachkraft für Lagerlogistik führte. Er machte im Sommer vergangenen Jahres den Abschluss und ist jetzt Angestellter des Unternehmens. „Ich habe mit so vielen Dingen zu tun“, zeigt er sich nach wie vor begeistert. Ob es nun die vielen Variationen von Hubwagen und Gabelstaplern sind oder die Codierung und Nachverfolgung der Waren im Lager – allein die Technik, mit der der Blankenfelder zu tun hat, ist immer wieder inspirierend für ihn.

Doch nicht nur das: In mancherlei Hinsicht spannend sind auch die verschiedenen Bereiche, in denen er als Lagerist arbeitet. Etwa die Abteilung in Großbeeren, in der es um die Zwischenlagerung für besondere Produkte geht, beispielsweise um Lösungsmittel für die Reinigung von Brillen. „Die müssen alle in Wannen stehen, um eventuell austretende Flüssigkeiten aufzufangen“, sagt Klucke. Auch bei anderen Produkten gibt es besondere Bedingungen der Lagerung, für die er zu sorgen hat. Tabakwaren etwa gilt es in Bereichen zu stapeln, in denen die Luftfeuchtigkeit kontrolliert wird.

In die Lagerabteilungen müssen sie aber zunächst erst einmal kommen. So ist der Lagerist beim Wareneingang dafür zuständig, Menge und Beschaffenheit der Güter anhand der Begleitpapiere zu prüfen. Klucke muss auch die Entladung organisieren und zuvor Plätze für die Waren einplanen. Im Warenausgang lernte er, Auslieferungstouren zu planen und die günstigste Versandart zu wählen. Es geht zudem darum, Lieferungen zu bündeln, die Begleitpapiere, Lieferscheine und Zollerklärungen zu erstellen, bevor dann das Beladen von Lkws, Containern oder Waggons an der Reihe ist. Nicht zuletzt sollen Fachkräfte in der Lagerlogistik kreativ sein und den innerbetrieblichen Informations- und Materialfluss von der Beschaffung bis zum Absatz versuchen zu optimieren.

Teamarbeit und Verantwortungsbewusstsein

Neben dieser Bereitschaft zu Selbstständigkeit nennt Klucke auch logisches Denken als gute Voraussetzung für Auszubildende in der Lagerlogistik. Ebenso Organisationstalent, geistige sowie körperliche Belastbarkeit, Umsicht und Verantwortungsbewusstsein gehören dazu. „Und man muss im Team arbeiten können.“ Nicht zuletzt sollte Englisch zumindest gut verstanden werden. Mathematik und Deutsch für das Ausfüllen der Unterlagen sind weitere Schulfächer, die im Berufsleben eine Rolle spielen. Für den Einstieg in die Ausbildung wird ein mittlerer Bildungsabschluss erwartet.

Nachdem für Klucke klar war, dass er die dreijährige Ausbildung zur Lager-Logistik-Fachkraft absolviert, statt nach zwei Jahren beim Fachlageristen zu bleiben, bieten sich für ihn nun weitere Möglichkeiten voranzukommen. Führungspositionen sind über zusätzliche Qualifizierungen zur Fachkraft für Logistik und Materialwirtschaft oder zum Logistikmeister möglich. Ein Studium der Logistik eröffnet weitere Berufs- und Karrierechancen.

Eventuell bringt dem gebürtigen Teltower auch das Wissen aus der abgebrochenen Elektriker-Ausbildung noch etwas, für die er sich zunächst nach dem Realschulabschluss entschieden hatte. „Die begonnene Lehre brachte nicht das, was ich erhofft hatte“, sagt er. Basteleien, die er schon als Kind gern gemacht hat und das Interesse für Geräte der Haushaltstechnik waren dort nicht so gefragt, wie er erwartet hatte.

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Ausbildungsangebote unter maz-job.de/ausbildung

Von Gerald Dietz