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Großbeeren Spitzke eröffnet Ausbildungszentrum
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19:02 07.06.2018
Spitzke-Finanzvorstand Torsten Völker, Staatssekretär Thomas Drescher, Bürgermeister Tobias Borstel und der Spitzke-Vorstandsvorsitzende Waldemar Münich (v.l.) eröffneten am Donnerstag das neue Ausbildungs- und Verwaltungszentrum in Großbeeren. Quelle: Christian Zielke
Großbeeren

Arbeiten an Bahnstrecken sind für Reisende oft ein Ärgernis. Das Gleisbauunternehmen Spitzke aus Großbeeren profitiert wie kaum ein zweites davon, dass die Deutsche Bahn derzeit viel Geld in ihr Streckennetz investiert.

Mitarbeiterzahl von Spitzke hat sich verdoppelt

„Unsere Mitarbeiterzahlen haben sich in den vergangenen zehn Jahren auf 2000 verdoppelt“, sagte Waldemar Münich, der Spitzke-Vorstandsvorsitzende, am Donnerstag zur Eröffnung des neuen Ausbildungs- und Verwaltungszentrums im Großbeerener Güterverkehrszentrum (GVZ). Spitzke, eins der führenden Unternehmen für Bahninfrastruktur in Deutschland und Europa, konzentriert künftig seine Ausbildung in Großbeeren. Dort sollen die 150 Auszubildenden nicht nur die fachlichen Dinge aus 13 möglichen Berufen lernen, sondern auch die Philosophie des Unternehmens vermittelt bekommen. „Wir wollen jedem eine Chance bieten, auch wenn er aus schwierigen Verhältnissen kommt“, sagte Waldemnar Münich. Er erinnerte an seine eigene Biographie: Er kam 1964 als Spätaussiedler nach Deutschland und sprach kein Wort Deutsch. „Ich habe wie ihr am Schraubstock begonnen“, sagte er den mehr als 150 Azubis, die extra zur Eröffnung aus ganz Deutschland angereist waren. Um den Traum der Karriere von der Werkbank bis in die Vorstandsetage zu ermöglichen, habe Spitzke schon vor Jahren in eigener Initiative Deutschkurse für Asylbewerber angeboten. „Wichtig ist, ein Ziel vor Augen zu haben“, sagte Münich.

Azubis bauen Maschine

Eröffnung des Ausbildungszentrums der Firma Spitzke am 7. Juni in Großbeeren: Mechatroniker-Azubi Maximilian Weinert (r.) zeigt den Besuchern eine Steuerungstechnik. Quelle: Christian Zielke

Maximilian Weinert hat im September seine Ausbildung zum Mechatroniker begonnen. Der 22-Jährige hatte im Studium die Praxis vermisst. Am Donnerstag erklärte er den Besuchern, wie eine mechatronische Anlage funktioniert. Von der Steuerung über die Programmierung bis zum Aufbau haben er und seine Kollegen eine Maschine gebaut, die Deckel auf Metalldosen befestigt. Die großen Maschinen, die Gleisschotter und Schwellen verlegen, kennt er bisher vor allem vom Zuschauen. „Die Eisenbahn ist das Verkehrsmittel der Zukunft“, sagt er.

Staatssekretär Drescher: Gutes Beispiel für duales Bildungssystem

Thomas Drescher, Staatssekretär im Bildungsministerium des Landes, sieht in der Spitzke-Akademie ein gutes Beispiel für das duale Bildungssystem, das in vielen anderen Ländern kopiert wird. Und es sei eine Möglichkeit, dem Mangel an gut ausgebildeten Facharbeitern zu begegnen. „Wir wollen, dass die Schüler so früh wie möglich Praxisluft schnuppern“, sagte er. Deshalb will das Land Berufsorientierung bereits in den Grundschulen fördern. Das größte Lob kam allerdings vom neuen Großbeerener Bürgermeister Tobias Borstel (SPD): „Hätte ich gewusst, dass Spitzke so ein Spitzenunternehmen ist, hätte ich meine Bewerbung bei Ihnen abgegeben“, sagte er.

Spitzke hat 50 Millionen Euro in Großbeeren investiert

Dass Spitzke, das seit 2000 in Großbeeren sitzt und dort 820 Menschen beschäftigt, mit seiner Entwicklung noch lange nicht am Ende ist, deutete Waldemar Münich an. 50 Millionen Euro hat das Unternehmen in den vergangenen zehn Jahren am Standort investiert. „Die Zeichen stehen weiter auf Wachstum.“ Gut möglich, dass das derzeitige Baustofflager eines Tages bebaut ist.

Von Christian Zielke

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