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Teltow-Fläming Grünes Licht für Fusionsverhandlungen
Lokales Teltow-Fläming Grünes Licht für Fusionsverhandlungen
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20:06 16.12.2016
Die Gemeindeverwaltung von Niederer Fläming soll mit der Dahmer Amtsverwaltung fusionieren. Quelle: Peter Degener
Dahme

Das Amt Dahme könnte schon bald eine Gemeinde hinzubekommen. Der Amtsausschuss bekundete am Donnerstagabend sein grundsätzliches Interesse für die Angliederung der Gemeinde Niederer Fläming. Er beauftragte Amtsdirektor Frank Pätzig (parteilos), Möglichkeiten zu prüfen und Vorbereitungen zu treffen.

Kopfprämie spielt keine Rolle – Fusion ist teurer

Die Gemeinde Niederer Fläming hatte schon im November dieses Jahres den Beschluss gefasst, Beitrittsverhandlungen mit dem Amt Dahme aufzunehmen. „Wir könnten als Gemeinde weiter eigenständig bleiben“, nannte Bürgermeister David Kaluza (parteilos) einen der Gründe im Dahmer Ausschuss. Für ihn mache eine freiwillige Angliederung auch deshalb Sinn, „weil wir diese selbst gestalten können“. Die sogenannte Kopfprämie des Landes Brandenburg im Höhe von bisher 500 000 Euro spiele dabei keine Rolle. „Die Aufwendungen für eine Angliederung wären deutlich höher“, sagte Kaluza.

Das Dahmer Rathaus ist Sitz der Amtsverwaltung. Quelle: Alexander Engels

Er erhofft sich von einem Anschluss an das Amt Dahme auch Vorteile für die Verwaltung: „Wir könnten sie neu strukturieren und Mitarbeiter entlasten. Derzeit sind zwei meiner drei Mitarbeiter im Bauamt krank – und das in einer Flächengemeinde. Wir müssen aufpassen, dass wir unsere Leute auf Dauer nicht verbrennen.“ Mit der Angliederung soll gegengesteuert werden. „Wir arbeiten auf Verwaltungsebene schon heute gut zusammen“, sagte Kaluza.

Win-Win-Situation für beide Kommunen

Sein Ihlower Amtskollege Werner Schröder (parteilos) sagte: „Ich würde es begrüßen, wenn die Gemeinde Niederer Fläming zu uns kommt. Sonst haben wir kaum eine Chance, als Amt erhalten zu bleiben.“ 8000 Einwohner pro Verwaltungsgebilde werden von der Landesregierung Brandenburg mit der geplanten Verwaltungsstrukturreform 2019 anvisiert. Das Amt Dahme mit derzeit 6400 Einwohnern würde durch die Angliederung der Gemeinde Niederer Fläming (3200 Einwohner) die Vorgaben erfüllen.

David Kaluza, Bürgermeister von Niederer Fläming (parteilos). Quelle: Peter Degener

Amtsdirektor Frank Pätzig (parteilos) erklärte: „Es ist von Vorteil, wenn die Angliederung auf freiwilliger Basis erfolgt“. Er kündigte an, dass jetzt öffentlich-rechtliche Vereinbarungen erarbeitet und diese den beteiligten Gemeinden zur Diskussion und Beschlussfassung vorgelegt werden.

Andere Nachbarn sehen keinen Handlungsbedarf

Dahmetals Bürgermeister Manfred Hartfelder (CDU) hatte gefordert, die Kommunen einzubeziehen: „Der Amtsausschuss hätte eigentlich von ihnen beauftragt werden müssen.“ Er begrüßt dennoch, „dass der Prozess vorangetrieben wird, um Amt und Gemeinden zu erhalten“. Dahmes Bürgermeister und Amtsausschussvorsitzender Thomas Willweber (Freie Wähler) hält die Angliederung der Gemeinde Niederer Fläming für eine gute Lösung: „Wir können als Amt erhalten bleiben.“ Andere Nachbarn (Baruth und Heideblick) sehen ihm zufolge derzeit keinen Handlungsbedarf.

Frank Pätzig, Amtsdirektor von Dahme (parteilos). Quelle: Andreas Staindl

Von der Feuerwehr der Gemeinde Niederer Fläming gibt es schon positive Signale. „Die Kameradinnen und Kameraden wünschen sich eine zeitnahe Angliederung, weil derzeit einige Investitionen anstehen“, sagte Kaluza. Mit dem Innenministerium des Landes Brandenburg habe er schon Gespräche geführt: „Ich bin darüber informiert worden, dass der gesamte Prozess etwa ein Jahr dauert.“ 2018 könnte das Amt Dahme – nach der Stadt Dahme und den Gemeinden Ihlow und Dahmetal – mit Niederer Fläming eine vierte Gemeinde haben.

Von Andreas Staindl

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