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Teltow-Fläming Gymnasiums-Erweiterung soll rund werden
Lokales Teltow-Fläming Gymnasiums-Erweiterung soll rund werden
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08:18 28.01.2017
Steffen Szmala, Leiter des Fontane-Gymnasiums Rangsdorf, am Donnerstagabend im Bildungsausschuss des Kreistages.
Steffen Szmala, Leiter des Fontane-Gymnasiums Rangsdorf, am Donnerstagabend im Bildungsausschuss des Kreistages. Quelle: Jutta Abromeit
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Luckenwalde/Rangsdorf

Der dringend nötige Erweiterungsbau für das Fontane-Gymnasium Rangsdorf soll rund werden. Das ist die einhellige Meinung der Mitglieder im Bildungsausschuss des Kreistages Teltow-Fläming. Er plädierte am Donnerstagabend damit für die etwa 300 000 Euro teurere von zwei Varianten, die Hauptamtsleiterin Ilka Leistner dem Gremium vorstellte. Insgesamt, so das Ergebnis einer Machbarkeitsstudie, würde dieser Erweiterungsbau nach jetzigem Stand ohne Ausstattung rund 3,52 Millionen Euro kosten.

Träger dieser Schule mit zurzeit 660 Schülern in 30 Klassen ist der Kreis. Die Schüler müssen in den Pausen teilweise auf den Treppen der Flure stehen, so Schulleiter Steffen Szmala bei der Diskussion im Kreishaus. Und das ursprünglich mal für 20 Lehrer konzipierte Lehrerzimmer werde zurzeit von bis zu 50 Lehrkräften frequentiert. „Die Quadratmeter für unseren Schulbetrieb fehlen nicht in den Klassenräumen, sondern in den Fachkabinetten und im Aufenthaltsbereich“, erklärte Szmala. Nach Einsicht in beide Planungsentwürfe würde sich die Schulleitung freuen, wenn der runde Anbau verwirklicht wird. „Das wäre ein Alleinstellungsmerkmal in der regionalen Schullandschaft“, meinen sowohl der Schulleiter als auch Hauptamtsleiterin Leistner. Sie erklärte den Ausschussmitgliedern, es gehe natürlich nicht vorrangig um Ästhetik. „Die Schule wäre mit Variante 1 auch viel flexibler.“ Und sie sagte auf vorsichtige Nachfragen, ob es denn bei diesen Baukosten auch bleiben würde, je weiter die Planung nun fortschreite, desto konkreter könne die Kreisverwaltung auch Auskunft zu den einzelnen Kosten geben.

Nächste Beratung über die Erweiterung am 7. Februar

Auf die blickte Kreistagsmitglied Carola Hartfelder (CDU) ebenfalls: „300 000 Euro Unterschied sind auch für den Landkreis viel Geld. Aber mal was Besonderes zu haben, was Identitätsstiftendes, ist gut.“ Schulverwaltungsamtsleiter Matthias Fröhlich stellte klar, dass die etwas teurere Variante nach Ermittlung des Raumbedarfs dennoch „bei der Angemessenheit im grünen Bereich“ liege, weil die beiden flexiblen Containerräume entfallen seien. Für die Planungen, so Ilka Leistner, sei sicher noch etwa ein Jahr nötig. Dem Beschlussentwurf ist zu entnehmen, dass der Anbau bis 2020 stehen soll. Zu den baulichen Problemen gehören die Enge auf dem Grundstück an der Fontanestraße und ein Höhenunterschied von zwei Metern.

Das nächste Gremium, das nun über die Rangsdorfer Erweiterung des Gymnasiums beraten wird, ist am 7. Februar der Kreistagsausschuss für Regionalentwicklung und Bauplanung. Das Ergebnis des Sozialausschusses zum geplanten Anbau finden Schüler, Lehrer, Eltern und Interessierte auf der Internetseite des „Fontaneums“, dort machte Szmala diese Neuigkeit am gestrigen Zeugnistag öffentlich.

Pragmatisch sieht Ausschussmitglied Lutz Lehmann (CDU) das Projekt: „Ein Rundbau hat den Vorteil: Es muss keiner in der Ecke stehen.“

Von Jutta Abromeit