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Teltow-Fläming Nach Hausbrand steht Familie vor dem Nichts
Lokales Teltow-Fläming Nach Hausbrand steht Familie vor dem Nichts
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02:20 21.05.2018
nick, Horstfelde und Dahlewitz mit insgesamt Quelle: aireye
Dabendorf

„Wir haben festgestellt, dass wir nicht nur gute Nachbarn, sondern verdammt gute Freunde haben“, sagt Sebastian Lohmann. Flammen zerstörten das am Dabendorfer Schienenweg gelegene Haus seiner fünfköpfigen Familie am Freitag. Gleich um die Ecke fanden Lohmanns vorübergehend Obdach bei Alexander und Lena Marschall.

„Wenigstens wissen wir, wo wir heute Nacht schlafen können“, so Sebastian Lohmann. „Marschalls haben uns aufgefangen.“ Andere Nachbarn wie Tobias und Franziska Guse liehen Wechselunterwäsche. „Wir stehen ja vor dem Nichts.“

Nachbarn informierten Mutter über Qualm

Als das verheerende Feuer ausbrach, waren Ehefrau Lena und der einjährige Sohn Theodor Pepe Lohmann gerade einkaufen. Nachbarn sahen Qualm aus dem Haus dringen, riefen sofort die Mutter an. Lena Lohmann rief ihren Mann auf Arbeit an: „Komm’ nach Hause, das Haus brennt!“ Als Sebastian Lohmann ankam, stand das Dachgeschoss in Flammen.

„Wir wurden um 9.25 Uhr alarmiert“, so der Zossener Ortswehrführer Mathias Bleeck. Nebengelass und Dachgeschoss brannten in voller Ausdehnung. Kameraden suchten das Haus nach Bewohnern ab. Zum Glück waren die beiden älteren Kinder in der Schule. „Einsatzkräfte haben all das, was an Fotos und Dokumenten noch greifbar waren, in Kisten verpackt und nach draußen befördert“. Sonst wären diese wichtigen Unterlagen und Erinnerungsstücke unwiederbringlich verloren gewesen, so Bleeck.

Wegen der Schäden scheint Abriss wahrscheinlich

Der Einsatz war gegen 14.30 Uhr beendet. Beteiligt waren 54 Kameraden aus Zossen, Wünsdorf, Dabendorf, Horstfelde, Nächst Neuendorf, Glienick, jeweils zwei Rettungs- und Funkstreifenwagen-Besatzungen. Samstag nimmt ein Experte des Landeskriminalamtes die Ermittlungen zur Brandursache auf. Die Polizei schätzt den Schaden auf 250 000 Euro.

„Das Haus war erst vier Jahre alt. Und der Anbau ist erst vor ein paar Tagen fertig geworden“, sagt Sebastian Lohmann. Mehr als die Hälfte der Arbeiten hätten seine Frau und er in Eigenleistungen erbracht. Wegen der von Flammen und Löschwasser verursachten Schäden sei ein Abriss wahrscheinlich.

Sebastian Lohmann: „Wir werden das Haus noch mal bauen“

Angesichts dieser Katastrophe hat Sebastian Lohmann den ganzen Freitag nur die eine Frage bewegt: Wie geht’s jetzt weiter? Oma und Opa hätten die beiden älteren Kinder zu sich nach Magdeburg geholt, sagt er. „Wir haben sie für die nächsten zwei Wochen in der Grundschule und Gesamtschule abgemeldet, damit sie erst einmal zur Ruhe kommen“, so Lohmann. Nesthäkchen Theodor Pepe bleibt bei seiner Frau und ihm. „Meine Frau und ich geben uns gegenseitig so viel Kraft“, sagt der Familienvater voller Rührung. Hinzu komme die große Unterstützung von Freunden ringsum. „Deshalb wissen wir, dass wir das Haus noch mal bauen werden“.

Von Frank Pechhold

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