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Teltow-Fläming Die Heimatstube in Sperenberg ist wieder geöffnet
Lokales Teltow-Fläming Die Heimatstube in Sperenberg ist wieder geöffnet
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07:04 29.06.2019
Zur Wiedereröffnung der Heimatstube hat auch die temporäre Ausstellung "Abzug der russischen Truppen" begonnen. Als Exponat-Highlight konnte eine original russischen Uniform gewonnen werden, die Doreen Schulze vom Förderverein Heimatstube Sperenberg beeindruckt. Quelle: Fabian Lamster
Sperenberg

Am Freitagnachmittag wurde mit belegten Broten und Sekt die Wiedereröffnung der Heimatstube in Sperenberg gefeiert.

Rund 40 Besucher waren dabei, als Klaus Wendt vom Förderverein Heimatstube mit einer kurzen Rede den Auftakt machte. Auch Frank Broshog, Bürgermeister der Gemeinde Am Mellensee, war vor Ort, um sich vom sanierten Boden einen Eindruck zu verschaffen.

Hintergrund: Die Heimatstube in Sperenberg war seit Dezember 2018 komplett geschlossen, damit die Fußbodenprobleme behoben werden konnten, die seit Jahren für einen unangenehmen Geruch in den Museumsräumen sorgten.

Neue Ausstellung thematisiert 27. Mai 1994

„Der Boden war mit Schimmel befallen. Darum haben wir ihn desinfiziert und dann das Linolium durch neue Holzdielen ersetzt, die die Gemeinde uns gestellt hat“, sagt Sperenbergerin Doreen Schulze.

Nicht die einzige Neuerung in der Heimatstube, dessen 108 Quadratmeter großer Ausstellungsraum nun auch über LED-Lichter verfügt und komplett neu gestrichen wurde. Doch nicht nur an der Ausstattung hat sich etwas getan.

Vor allem die vielen privaten Fotos vom 27. Mai 1994, als die russischen Soldaten vom Flugplatz Sperenberg verabschiedet wurden, weckten das Interesse der Besucher. Quelle: Fabian Lamster

Die Mitglieder des Fördervereins nutzten den Neustart, um eine neue Ausstellung zu präsentieren. In „Abzug der russischen Truppen“ steht der 27. Mai 1994 im Mittelpunkt, als sich russische Soldaten erst vom Flugplatz in Sperenberg verabschiedeten und im September ebenso das russische Garnisonsgelände verließen.

An diesen Tagen ist die Heimatstube wieder geöffnet

An diese besondere Zeit erinnern viele private Fotos und Fragebögen, die ehemalige russische Bewohner von Sperenberg ausgefüllt haben, die zur DDR-Zeit dort gelebt haben. Auch eine original russische Uniform ziert die Ausstellung, die der Förderverein vom Baruther Claus Vetter geliehen hat.

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Gleichzeitig sind Dauerausstellungen wie zum Beispiel zum Sperenberger Handwerk sowie historischen Münzen aus der Region wieder samstags und sonntags von 15 bis 17 Uhr begehbar.

Warum dem Förderverein das Heimatmuseum so wichtig ist

„Endlich haben wir wieder den Normalzustand erreicht“, sagt Robert Meier, Vorsitzender des Fördervereins Heimatstube. Er sei froh darüber, dass die Heimatstube jetzt wieder öffnen kann, die er gemeinsam mit sieben weiteren Vereinsmitgliedern in den vergangenen Monaten nach Feierabend und am Wochenende wieder hergerichtet hat.

„In Sperenberg ist so viel passiert. Das haben mir schon meine Großeltern erzählt. Umso wichtiger ist es, dass diese Geschichte nicht in Vergessenheit gerät und wir sie mit der Heimatstube für jeden nachvollziehbar machen“, sagt Doreen Schulze.

Von Fabian Lamster

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