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Teltow-Fläming Hitzewelle setzt den Menschen zu
Lokales Teltow-Fläming Hitzewelle setzt den Menschen zu
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06:02 22.07.2014
In den Wildauer Schmiedewerke kommen die Arbeiter permanent ins Schwitzen. Im Sommer gibt es von der Geschäftsleitung zur Erfrischung zusätzliche Getränke. Quelle: Irmscher

Es bleibt heiß in Dahmeland-Fläming. Das Thermometer wird sich in den nächsten Tagen bei Werten um die 30 Grad einpendeln, sagt der Zossener Wetterexperte Karl-Heinz Krebs. „Und mit Gewittern ist erst am Wochenende zu rechnen.“ Perfekte Voraussetzungen also für Sommerferien voller Badespaß und Eisbecher. Doch der Sonnenschein hat auch seine Schattenseiten. Die Hitze setzt so manchem ganz schön zu.

Beschwerden durch mangelnde Flüssigkeit

Im Evangelischen Krankenhaus in Ludwigsfelde werden vermehrt Menschen mit Kreislaufproblemen eingeliefert und behandelt. Die Zahl der Patienten ist um etwa zehn Prozent gestiegen, sagt Gernot Winter, Chefarzt für Anästhesie und Intensivtherapie. „Das kennen wir aber schon“, sagt der Mediziner, denn mit jeder Hitzewelle steigt erfahrungsgemäß die Zahl der Beschwerden. Hauptursache für die gesundheitlichen Probleme während der heißen Tage sei mangelnde Flüssigkeitsaufnahme.

Hitze setzt Älteren und kleinen Kindern besonders zu

Vor allem für Ältere und Säuglinge gilt jetzt besondere Vorsicht, diese beiden Gruppen reagieren besonders empfindlich auf die hohen Temperaturen und sollten sich keinesfalls in der prallen Sonne aufhalten. „Risikogruppen sollten auf körperliche Belastung verzichten“, sagt Gernot Winter. Er rät aber auch allen anderen davon ab, sich jetzt zu überanstrengen. „Joggen muss jetzt nicht sein“, sagt der Mediziner.

Sonne zwischen in der Mittagshitze meiden

„Grundsätzlich gilt: Wer kerngesund ist, wird mit dem Wetter auch klarkommen“, sagt Göran Knösch, Pflegedienstleiter des DRK-Krankenhauses in Luckenwalde. Dort hat sich die Hitzewelle noch nicht großartig bemerkbar gemacht. „In unserer Notaufnahme herrscht noch kein Hochbetrieb. Wir behandeln nicht wesentlich mehr Patienten mit Kreislaufproblemen oder Herzrhythmusstörungen“, berichtet Knösch. „Möglicherweise haben sich die Menschen bereits ein wenig an die Hitze gewöhnt oder stellen sich gut darauf ein.“ Göran Knösch rät dazu, neben reichlich Flüssigkeit auch viel Obst zu verzehren. Gernot Winter empfiehlt, dass man die Sonne besonders nach 11 und vor 16 Uhr meiden sollte. „In dieser Zeit sollte man sich lieber kühle Plätze suchen.“

Wann das Wetter wieder für Abkühlung sorgen wird, ist noch offen. Hobby-Meteorologe Krebs vermutet, dass es kommende Woche wieder milder werden könnte. „Das ist aber noch nicht sicher.“

In der Backstube

Wenn die Brötchen in den Ofen geschoben werden, wird es in der Backstube noch heißer. Da kommt Marianne Blumenthal von der Bäckerei Wahl in Mittenwalde bei deutlich über 30 Grad Celsius noch mehr ins Schwitzen. Die Schrippen-Rohlinge im Kühlschrank und die Torten in der Vitrine haben es bei sieben Grad deutlich besser. FOTO: Müller

An der Mangel

Wenn die Heißmangel läuft, dann heizen sich die Räume in der Luckenwalder Textilreinigung „Der flinke Waschbär“ besonders schnell auf. Doch Chefin Mandy Kühn (l.) und ihre Mitarbeiterin Vita Tschetschel besprühen, wenn es heiß wird, nicht nur die Mangelwäsche mit Wasser, sondern auch sich. Vor allem im Nackenbereich und an den Beinen gibt es eine Abkühlung, das hilft garantiert. FOTO: Hahn

Auf dem Asphalt

Flirrenden Asphalt haben Andreas Barnack (l.) und Dirk Dannenbring jeden Tag mehr als genug. Die beiden Straßenbauer erneuern derzeit die Bundesstraße 96 zwischen Groß Machnow und Dabendorf. 180 Grad heiß ist das dampfende Asphaltgemisch, wenn es aus dem gewaltigen Straßenfertiger kommt. „Wir sind an die Hitze gewöhnt“, sagt Andreas Barnack. Trinken hilft. Jeweils vier Liter Wasser gehen jeden Tag durch ihre Kehlen. Wirklich unangenehm werde es erst bei Temperaturen über 40Grad, sagen die Straßenbauer. FOTO: Zielke

Am Dönerspieß

Fast genauso gut durchgegart wie das Fleisch sind derzeit die Gäste im Grillhaus Ali Baba in Ludwigsfelde. Mustafa Kaplan behilft sich bei 50 Grad mit einem Ventilator. FOTO: Zielke

Beim Aufguss

Stefan Schwarz sorgt in der finnischen Sauna der Luckenwalder Fläming-Therme mit einem Palmenblatt bei den Saunagängern für Abkühlung. FOTO: Hahn

Von Nadine Pensold

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