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Teltow-Fläming Vernetzt bis in die höchste Ebene
Lokales Teltow-Fläming Vernetzt bis in die höchste Ebene
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09:11 15.10.2018
Andreas Springer ist der neue Kommandeur und Standortälteste am Luftwaffenstützpunkt Schönewalde-Holzdorf. Quelle: Sven Gückel
Holzdorf

Es ist ein vertrautes Umfeld – und dennoch wirkt alles irgendwie neu. Andreas Springer, Oberstleutnant der Bundeswehr, ist seit dem 1. Oktober Kommandeur des Einsatzführungsbereiches 3 und Standortältester am Bundeswehrstandort Schönewalde-Holzdorf. Nach fast zehnjähriger Abwesenheit für ihn eine Wiederkehr auf höchster Ebene.

Das Arbeitszimmer wirkt noch etwas schmucklos, Bilder oder andere Blickfänge fehlen gänzlich an der Wand. Bevor Oberstleutnant Andreas Springer seinen Dienst als Kommandeur übernahm, waren noch einmal die Maler am Werk. Spuren der Tätigkeit seiner Vorgänger, der Oberste Mario Herzer, Franz Sauerborn, Michael Dederichs oder Eckard Wiegand, sind damit zwar optisch übermalt, ihre „Fußabdrücke” aber bleiben. Es sind große Stapfen, die sie in der Truppe, aber auch im zivilen Umland hinterließen. Doch Andreas Springer ist ein gestandener, hoch qualifizierter Soldat und wird keine Probleme haben, mit ihnen auf Augenhöhe zu agieren.

Andreas Springer kennt Holzdorf bereits

Gleichwohl Andreas Springer von 2004 bis 2009 bereits als Kompaniechef und Führungsoffizier im DCRC, der verlegefähigen Variante der Luftraumüberwachung, schon in Holzdorf diente und somit die Strukturen und Abläufe vor Ort gut kennt, will er sich für die Einarbeitung entsprechend Zeit nehmen. „In den kommenden Tagen möchte ich zunächst aktuelle Infos aufnehmen und mir so ein geschlossenes Bild von der Truppe machen”, sagte er im Gespräch mit der MAZ. Zudem gelte es für jeden neuen Kommandeur, sich ein Bild zu verschaffen, bevor man selbst Vorgaben setzt. Die schwarzen Umzugskisten, die das Büro noch füllen, sollen schrittweise geleert werden.

Das Jahr des Berliner Mauerfalls war zugleich das Auftaktjahr für Springers militärische Karriere. Als Unteroffiziersanwärter eines Flugabwehrraketengeschwaders spürte der gebürtige Münchner schnell, dass die Bundeswehr seine berufliche Heimat ist. Der Gang zur Offiziersschule samt Studium der Politikwissenschaft war daher ein folgerichtiger Schritt. Nicht geahnt haben dürfte Springer aber, wohin ihn dieser Weg führt.

Kontakte in die höchste Führungsebene

Sein Wechsel in den Radarführungsdienst lenkte ihn vorerst nicht nur wie schon erwähnt nach Schönewalde-Holzdorf, sondern später auch nach Erndtebrück, wo Springer von 2012 bis 2015 erstmalig eine Kommandeursstelle besetzte. Tiefgründigen Einblick in die Führungsebene der Bundeswehr gestattete ihm später seine Verwendung als Referent im Büro des Generalinspekteurs der Bundeswehr, die er von 2016 bis 2018 innehatte. Springer, der im Gespräch politisch und militärpolitisch tiefgründig debattiert und dabei den Blick über den Tellerrand nicht scheut, konnte ein Netzwerk aufbauen, das ihm Kontakte in die höchsten Führungsebenen der Truppe garantiert.

„Führungsverwendungen sind aus meiner Sicht immer das Höchste. Es ist daher nicht gelogen, wenn ich in meinem Fall von einer Traumverwendung spreche, auf die ich mich bereits im Vorfeld sehr gefreut habe”, bekennt er. Zudem gibt Andreas Springer zu, die Region, in welcher der Standort angesiedelt ist, ehrlich zu mögen. Seit Jahren pendelt er zwar nach München, wo er noch seinen Lebensmittelpunkt hat. Doch in absehbarer Zeit soll ein Umzug in den Berliner Raum anstehen.

Hauptaufgabe ist die Einsatzbereitschaft

Bis dahin seine Hauptaufgabe, sagt er, „die Einsatzbereitschaft der Truppe herzustellen und zu halten.” Dafür müsse man sich wieder mehr auf den Kernauftrag der Truppe fokussieren. „Wir werden dafür bezahlt, dass wir das, was man von uns erwartet, auch wirklich können.”

Von seinem Vorgänger, Mario Herzer, wurde Springer umfassend informiert. Das schließt auch die Hintergrundinformationen zum Städtebund ein, zudem auch Jüterbog gehört. Springer wird dort künftig den Bundeswehrstandort vertreten. Bei nächster Gelegenheit möchte er sich den Bürgermeistern der Region vorstellen und ihnen seine Zusammenarbeit anbieten.

In der wenigen Freizeit von Andreas Springer kann man den ambitionierten Ausdauersportler im Sportdress antreffen. Bis zu 70 Kilometer absolviert er laufend pro Woche. „In solchen Momenten bekommt man den Kopf frei und kann zugleich neue Gedanken fassen”, sagt er.

Von Sven Gückel

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