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Teltow-Fläming Pfarrer Scholz geht in den Ruhestand
Lokales Teltow-Fläming Pfarrer Scholz geht in den Ruhestand
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18:39 20.12.2019
Bei der Probe zum diesjährigen Krippenspiel brauchte Wolfgang Scholz keinen Talar. Quelle: Uwe Klemens
Illmersdorf

Als „Pfarrer im Überhang“ kam Wolfgang Scholz einst in den Illmersdorfer Pfarrsprengel. Fast 21 Jahre ist das her und aus der Übergangsstelle längst eine feste geworden. Mit teils frohem, teils schwermütigem Gewissen verlässt der 65-Jährige Ende Januar den Ort und den Sprengel, dessen Menschen ihm sehr ans Herz gewachsen sind, um seinen Ruhestand anzutreten. Beim kommenden Weihnachtsfest wird er zum letzten Mal im Talar vor seiner Gemeinde die Weihnachtsbotschaft verkünden.

Pfarrer-Sein in die Wiege gelegt bekommen

Pfarrer zu werden wurde dem gebürtigen Rosenthaler, dessen Vater dort als Pfarrer wirkte und dessen Großvater als christlicher Missionar in China wirkte, schon in die Wiege gelegt. Mit der Ankündigung, als Pfarrerssohn niemals an der staatlichen DDR-Schule einen Abiturplatz zu bekommen, entschied er sich als 14-Jähriger für die kirchliche Alternative und besuchte zunächst das kirchliche Seminar in Dahme, später dann das Kirchenseminar in Potsdam-Hermannswerder und das Oberseminar Naumburg, wo er sechs Jahre lang Theologie studierte.

Nach der Armeezeit als Bausoldat trat Scholz in Luckau sein Vikariat, praktisch das Anfänger-Praktikum für jeden Pfarrer, an. Dass gerade dort die Stelle frei wurde, sieht er als Glücksfall, denn der Heimatregion die Treue zu halten, ist ihm bis heute wichtig. Für die Gemeinden in drei Dörfern trug er die Verantwortung.

Der Heimatregion verbunden

Die gerade frei gewordene Stelle in Illmersdorf war die nächste Chance, dem Heimatdorf noch etwas näher zu kommen. Da der Kirchenkreis zu viele Pfarrer hatte, dauerte es drei Jahre, bis aus der Übergangsstelle eine richtige wurde. Auch der Sprengel war in dieser Zeit von vier auf acht Gemeinden gewachsen. „Dass es mal 14 Orte mit 12 Kirchen werden würden, hätte ich damals nicht gedacht“, blickt Scholz auf die sich ständige wandelnde Kirchenstruktur zurück.

Die Fakten seines Wirkens sind schnell geschildert, doch die menschlichen Erfahrungen dahinter wiegen schwerer, als sich an rund 2000 Gottesdiensten, 55 Trauungen, 110 Taufen und 367 Beerdigungen messen lässt. „Mein eigener Glaube ist tiefer geworden und meine Fähigkeit, auf andere Menschen zuzugehen, was mir anfangs recht schwer viel, ist gewachsen“, blickt Scholz zurück.

Trotz Ruhestands in Rufweite

Das „i.R.“ hinter seinem Pfarrers-Titel, das eigentlich „im Ruhestand“ bedeutet, wird auch bei ihm sicher mehrdeutig sein. Von Langenlipsdorf aus wird sich das „in Rufweite“ bei besonderen Anlässen bewerkstelligen lassen.

Seine offizielle Verabschiedung findet am 26. Januar um 14 Uhr in Ihlow statt.

Von Uwe Klemens

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