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Teltow-Fläming Ort ohne Örtchen
Lokales Teltow-Fläming Ort ohne Örtchen
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22:33 01.04.2014
So könnte es aussehen: Die Fotomontage zeigt eine „City-Toilette“ vor dem Zinnaer Kloster. Quelle: Foto: Martina Burghardt; Montage: Scheerbarth
Kloster Zinna

Rund 50.000 Euro, so viel kostet ein behindertengerechtes Toilettenhäuschen für Touristen. Solche Einraum-Kabinen sind in vielen Großstädten wie Berlin längst üblich. Auch für den Standort Kloster Zinna ist so ein selbstreinigender Klo-Container die Wunschlösung vieler Klosteraner, allen voran für Ortsvorsteherin Gabriele Schröder (SPD). Mit einem Fördermittelantrag könnte die Idee vielleicht realisiert werden. Allein der Eigenkapitalanteil der Stadt Jüterbog ist dabei noch ein Problem, ebenso die Sorge um künftigen Vandalismus.

„Ich werde aber auch 2014 nicht davon ablassen, den Bürgermeister und die Stadtverordneten stetig darauf aufmerksam zu machen, dass wir dringend ein Problem zu lösen haben“, sagt Gabriele Schröder. Seit Jahren berichtet sie in den Sitzungen der Stadtverordneten über das „Pinkel-Problem“. „Kloster Zinna ist ein immer beliebter werdendes Ausflugs ziel für Touristen“, erklärt sie. Und die kommen in der Hauptsaison zwischen Ostern und Oktober zahlreich: „Wenn hier drei große Reisebusse vorfahren, müssen die überwiegend älteren Besucher nach längerer Fahrt eben auf die Toilette, und zwar auch montags“, so Schröder weiter.

Das einzige öffentliche Örtchen am Platz befindet sich in den Räumen des städtischen Klostermuseums und unterliegt den Öffnungszeiten – montags ist geschlossen. „Die Touristen nutzen dann natürlich die Büsche rund um das Kloster. Das ist eine Zumutung nicht nur für die Gäste, sondern auch für die Anwohner, wenn es hier in den Sommermonaten stinkt“, beklagt Schröder.

Nach Aussage der Stadt Jüterbog fehlt bislang das Geld, um eine Lösung zu finden. Bürgermeister Arne Raue (parteilos) befürchtet zudem, dass es durch Vandalismus zu großen Schäden kommen könnte. „Die Erfahrungen an den Münzschlössern der städtischen Toiletten am Rathaus haben gezeigt, wie teuer das für uns werden kann“, sagt er.

Die Öffnungszeiten des Museums zu erweitern, sei bislang ebenfalls nicht möglich. Raue nennt Personalmangel und fehlende finanzielle Kapazitäten als Hindernis: „Uns ist es als Verwaltung momentan nicht gestattet, unser Personal aufzustocken. Damit können wir erweiterte Öffnungszeiten im Museum personell gar nicht abdecken.“

Gabriele Schröder setzt indes alle Hoffnungen auf einen Fördermittelantrag. „Ich hoffe, dass wir 2014 über das Fördermittelprogramm ,Lokaler Aktionsplan Rund um die Fläming-Skate’ Geld beantragen können“, so Schröder. Eine 40- bis 60-prozentige Förderung wäre für die Anschaffung eines Toilettenhäuschens möglich. Die Stadt Jüterbog müsste demnach noch rund 20.000 Euro Eigenkapital aufbringen.

Der Bürgermeister sieht hingegen auch die Kirche in der Pflicht. „Die Klosterkirche könnte ebenfalls Besuchertoiletten in ihren Räumen anbieten“, sagte er. Erste Gespräche dazu seien bereits 2013 geführt worden, bislang ohne konkrete Ergebnisse.

Gabriele Schröder drängt indes auf Lösungen. „Wir wollen schließlich den Tourismus in der Region ausbauen, und nicht abschrecken. Andere kulturhistorische Sehenswürdigkeiten bieten ebenfalls Toiletten an, dem sollte Kloster Zinna nicht nachstehen“, sagt sie. Auch die Fläming-Skate-Touristen beklagen WC-Mangel an der Strecke. Die Anschaffung würde den Ort touristisch aufwerten, ist sie überzeugt.
Von Kathrin Burghardt

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