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Teltow-Fläming Hemsö investiert in Zossener Schule
Lokales Teltow-Fläming Hemsö investiert in Zossener Schule
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16:43 12.11.2018
ZWG-Geschäftsführer Thomas Kosicki, Hemsö-Geschäftsführer Jens Nagel, Bürgermeisterin Michaela Schreiber, Eik Noack (Hemsö). Quelle: Foto: Hannah Rüdiger
Zossen

Nach jahrelangem Ringen ist die Finanzierung des Neubaus für die „Geschwister-Scholl“-Gesamtschule in Dabendorf gesichert: Die Immobiliengesellschaft Hemsö GmbH steigt als Investor in das über 40 Millionen Euro teure Projekt ein. Zossens Bürgermeisterin Michaela Schreiber (Plan B) lüftete am Donnerstag das Geheimnis um die neue Partnerschaft, über die es im Vorfeld einige Spekulationen gegeben hatte. Wenn alles nach Plan läuft, wird im kommenden Frühjahr der Grundstein für den Rohbau gelegt.

Die Immobiliengesellschaft Hemsö besitzt und verwaltet Sozialimmobilien in Schweden, Finnland und Deutschland und ist zu 85 Prozent im Besitz des schwedischen Staates. Das Unternehmen hat sich auf Immobilien im Bereich der Altenpflege sowie das Bildungs- und Gesundheitswesen spezialisiert. Insgesamt besitzt Hemsö Immobilien im Wert von über vier Milliarden Euro.

Zweite Investition für Hemsö in Zossen

Die hundertprozentige Tochtergesellschaft von Hemsö in Deutschland hat seit 2011 bundesweit in 53 Sozialimmobilien investiert. In Zossen ist die Gesamtschule die zweite Immobilie, die das Unternehmen erwirbt: Vor zwei Jahren kaufte Hemsö das Seniorenheim „Am Rosengarten“ im Ortsteil Wünsdorf. „Für mich ist es unerträglich, dass das Geld da ist, aber im Bildungsbereich nichts passiert“, sagt Jens Nagel, Geschäftsführer der deutschen Hemsö.

Nagel hat einen deutschen und einen schwedischen Pass, mittlerweile lebt er in Potsdam. Sein neunjähriger Sohn werde seit geraumer Zeit in einem Schulcontainer unterrichtet, weil dessen Grundschule in einem desolaten Zustand sei. Das dürfe nicht sein. „Wir hoffen, dass dieses Projekt eine Signalwirkung hat“, sagt er.

Verhandlungen auf Augenhöhe

Über ein Zeitungsinterview wurde Bürgermeisterin Schreiber auf Nagel und seine Arbeit aufmerksam und war begeistert. „Mit Hemsö haben wir einen finanzstarken und entspannten Partner an unserer Seite“, sagt Schreiber. „Die Verhandlungen waren auf Augenhöhe.“

Fast sechs Jahre sind vergangen, seitdem in der Stadtverordnung beschlossen wurde, dass eine Sanierung der maroden Gesamtschule in Dabendorf nicht möglich sei, ohne den Unterricht ausfallen zu lassen. Deswegen entschied sich die Stadt für einen neuen Schulkomplex an einem

Thomas Kosicki, Michaela Schreiber, Eik Noack (v.l.) Quelle: Hannah Rüdiger

anderen Standort.

Die Finanzierung des Neubaus entwickelte sich jedoch zur Streitfrage zwischen der Stadt und dem Landkreis. Weil der Kreis einen Kommunalkredit für Zossen ablehnte, wurde das Projekt an die kommunale Wohnungsbaugesellschaft ZWG übergeben. Die ZWG gründete eine Tochtergesellschaft, diese wurde mit dem Bau beauftragt.

Die ZWG soll der Stadt gegenüber als Vermieter auftreten. Der Bau eines angegliederten Mehrzweckgebäudes mit Mensa, Aula und Umkleideräumen für das benachbarte Sportforum begann bereits vor etwa zwei Wochen. Für das Hauptgebäude , das 1000 Schülern Platz bieten soll, fehlte jedoch ein Investor.

Ein besonderer Tag für alle

„Heute ist der Tag, auf den wir alle lange hingefiebert haben“, sagt Thomas Kosicki, Geschäftsführer der ZWG. Das Bauverfahren habe er europaweit ausgeschrieben, Angebote hätten jedoch nur vier Unternehmen aus der Region eingereicht. Solange das Vergabeverfahren noch läuft, könne er keine Angaben zu den Bewerbern und den Kosten machen. „Fest steht: Wir liegen unterhalb unserer Kostenberechnung für den Rohbau“, sagt Kosicki. „Wir haben einen Preis, der mir sehr gut gefällt.“

Mit dem Bau könne allerdings erst im März oder April begonnen werden. „Wir machen keine Experimente mit Beton im Frost, damit die Schule auch viele Jahre lang steht“, sagt Schreiber. Ginge es nach ihr, würde in der neuen Schule schon ab September 2020 Unterricht stattfinden. Die ZWG geht von einer Eröffnung im Frühjahr 2021 aus.

Von Hannah Rüdiger

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