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Teltow-Fläming Jobaussichten für Flüchtlinge
Lokales Teltow-Fläming Jobaussichten für Flüchtlinge
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13:58 12.03.2018
Drei beteiligte Unternehmer: Jana Memmert, Frank Grötzner und Ronny Homuth (v. .l.). Quelle: Gerald Bornschein
Luckenwalde

Die bundesweiten Aktion „Ein Tag Azubi“ für Flüchtlinge soll Praktika und Berufsqualifizierungen in Teltow-Fläming hervorbringen. Das ist ein Ergebnis der Auswertung durch die Wirtschaftsjunioren und den Jugendmigrationsdienst des Gemeinschaftswerks Niedergörsdorf.

Bei dem Aktionstag im November 2016 wurden 20 jugendlichen Flüchtlinge und Aussiedler in Unternehmen der Region vermittelt (die MAZ berichtete). Kürzlich wurde über Erfolge und Schwierigkeiten des Projekts diskutiert. Die ersten Rückmeldungen waren überaus positiv, berichteten die Wirtschaftsjunioren Melanie Dahlke und Stefanie Bugs-Raasch. Auch Ronny Homuth von der Agrargenossenschaft Trebbin, die allein sieben Teilnehmer in verschiedenen Bereichen beschäftigte, bestätigte die Begeisterung der jungen Leute. Probleme gab es nur in einer Abteilung, in der kein Azubi den syrischen Flüchtling begleitete, der sich über zu wenig Arbeit beklagte. Das Unternehmen möchte einige Teilnehmern gern weiterbeschäftigen.

Aktionszeitraum als zu kurz empfunden

Aus Sicht von Jana Memmert von der Süßmost und Weinkelterei Hohenseefeld sollte die Aktion länger dauern. Gerade im Ländlichen waren die Anfahrtswege zu weit und die Programmzeit entsprechend kurz, sodass nur wenig Praxiswissen vermittelt werden konnte.

Ausbildungsleiter Frank Grötzner von ESB Schulte gab den Jugendlichen den dringenden Rat, intensiv die deutsche Sprache zu lernen. Ohne gutes Deutsch ist ein Erreichen des Ausbildungsziels nicht erreichbar.

Begeistert war Beate Keck vom Trebbiner Parkhotel, wie gut sich Omran Alshaib aus Syrien an diesem Tag eingebracht hatte. Auch ihm selbst hat die Arbeit Spaß gemacht, ob beim Aufräumen der Zimmer oder beim Einräumen der Spülmaschine. Beide haben ihre Kontaktdaten ausgetauscht und sehen Möglichkeiten für ein Praktikum oder als Aushilfskraft.

Integrationsansatz soll stärker herausgearbeitet werden

Der Großteil der Teilnehmer befindet sich derzeit in einem Jugendintegrationskurs an der Volkshochschule. Wie es danach weitergeht, hängt unter anderem von Entscheidungen des Jobcenters ab.

Auch in diesem Jahr wird es wieder einen derartigen Aktionstag geben. Viele der Hinweise und Anregungen werden bei der Planung eine Rolle spielen. Dabei soll eine Kombination zwischen deutschen und ausländischen Jugendlichen realisiert werden, so dass der integrative Anspruch des Projekts noch stärker zum Tragen kommt.

www.wjtf.de

www.1000-chancen.de

Info: Der Aktionstag „Ein Tag Azubi“ ist Bestandteil des Projektes „Jugend stärken: 1000 Chancen“. Dieses Gemeinschaftsprojekt der Wirtschaftsjunioren Deutschland und des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend unterstützt junge Menschen mit schwierigen Ausgangsbedingungen beim Eintritt ins Berufsleben.

Von Gerald Bornschein

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