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Teltow-Fläming Jüterbog: Probleme bei Markt-Erweiterung
Lokales Teltow-Fläming Jüterbog: Probleme bei Markt-Erweiterung
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00:33 22.01.2015
Quelle: Kathrin Burghardt
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Jüterbog

Die Stadtverordnetenversammlung hat deshalb noch keinen Aufstellungsbeschluss gefasst. Mittlerweile fand dazu sogar eine kurzfristig vom Bürgermeister anberaumte Arbeitsberatung statt, bei der die Stadtverordneten unter Ausschluss der Öffentlichkeit kritische Punkte diskutierten.

Gespräche zwischen Investor und Stadt geplant

Einen davon hatte Ulrich Theilemann (sachkundiger Einwohner) im Wirtschaftsförderungs- und Stadtmarketingausschuss bereits angesprochen. Er bezeichnete den Entwurf des städtebaulichen Vertrages, den die Stadt mit dem Investor abschließen will, als „Abwehrvertrag“ und drängte auf eine politische Willensäußerung, dass der Standort gebraucht werde. Gespräche zwischen dem Investor Mario Felgentreu und der Stadtverwaltung zu den Einzelheiten des Vertrages wird es dieser Tage geben. Es ist davon auszugehen, dass man sich einigt, denn eigentlich sieht sich die Stadt in der Pflicht, das Planungsrecht zu schaffen, so wurde es zumindest den Bauausschussmitgliedern erklärt.

"Großer Abstimmungsbedarf"

Wegen seiner Lage im Altstadtbereich und aufgrund des verbindlichen Einzelhandelskonzeptes seien mehrere Gutachten notwendig, die durch die Städtebauförderung finanziert werden können. „Die Stadt Jüterbog muss aufgrund des Planungserfordernisses und zur Erfüllung der Planungsziele den Bebauungsplan und die weiteren städtebaulichen Planungen selbst beziehungsweise im eigenen Auftrag erarbeiten und aufstellen“, hieß es in der Beschlussvorlage vom November. Da auf Drängen des Bauausschusses der Investor nun doch in die finanzielle Verantwortung genommen werden soll, gibt es großen Abstimmungsbedarf, wie es Mario Felgentreu formuliert. „Es ist nicht unmöglich“, sagt er auf MAZ-Anfrage und sieht den Verhandlungen optimistisch entgegen. „Es wird sich eine Lösung finden, mit der sich alle anfreunden können.“ Das Land Brandenburg gebe der Stärkung der Innenstädte den Vorzug, so sein Argument.

Pläne und Konzepte

Planungsentwürfe in der Altstadt müssen mit der Denkmalschutzbehörde abgestimmt werden.

Der Flächennutzungsplan muss geändert werden: Die Fläche ist vom Misch- zum Sondergebiet großflächiger Einzelhandel umzuwidmen.

Zu berücksichtigen ist dabei unter anderem der Bebauungsplan „Südliches Altstadtquartier“.

Die im Einzelhandels- und Zentrenentwicklungskonzept festgelegten Ziele spielen eine zentrale Rolle bei der Beschlussfassung.

Als besonders problematisch wird nach wie vor die geplante Verdoppelung der Verkaufsfläche angesehen. Hinzu kommen gestalterische Bedenken, insbesondere im Hinblick auf benachbarte Grundstücke und die Stadtmauer. Auf die Vergrößerung des Handelsstandortes in der Innenstadt hatten die Einzelhändler zunächst skeptisch reagiert. Inzwischen seien sie von der Magnetwirkung der Märkte – Aldi will ebenfalls dort einziehen – überzeugt, hieß es im Bauausschuss.

Von Martina Burghardt

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