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Jüterbog 118 Kandidaten bewerben sich um 22 Mandate
Lokales Teltow-Fläming Jüterbog 118 Kandidaten bewerben sich um 22 Mandate
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01:16 12.04.2019
Wahlleiterin Iris Berginski mit dem riesigen Wahlzettel für die SVV Jüterbog. Quelle: Hartmut F. Reck
Jüterbog

Der Wahlzettel ist so groß wie ein Plakat und muss mindestens vier- oder fünfmal gefaltet werden, bevor er in den Schlitz der Wahlurne oder in den Umschlag der Briefwahl passt. Jüterbogs Wahlleiterin Iris Berginski steht vor dem riesigen Zettel und liest auf der Druckfahne noch einmal Korrektur. 118 Namen sind zu überprüfen, darunter auch der von Christiane Rößler, die extra gekommen ist, um sicherzugehen, dass sie auf dem Wahlzettel auf der Kandidatenliste der CDU auch als Frau zu identifizieren ist, weil in der MAZ aus Versehen „Christian“ Rößler gestanden hat.

„Nur“ 88 Kandidaten vor fünf Jahren

„So viele Kandidaten hatten wir noch nie“, sagt Wahlleiterin Iris Berginski. 118 Bürger bemühen sich um eins von 22 Mandaten in der Jüterboger Stadtverordnetenversammlung (SVV). Das ist sozusagen eine 5,36-fache „Überzeichnung“. Vor fünf Jahren, als es um die Besetzung der gegenwärtigen SVV ging, waren es noch 88 und damit zwar ebenfalls deutlich mehr Kandidaten als es Sitze im Stadtparlament gibt, aber die Zahl überstieg das Angebot um das genau Vierfache.

Im Ratssaal der Stadt Jüterbog stehen 22 Stühle für die Stadtverordneten, ein Stuhl für den Bürgermeister und einige Sitzgelegenheiten für Verwaltungsmitarbeiter und Zuschauer. Quelle: Hartmut F. Reck

Auch die Zahl der so genannten Wahlvorschlagträger ist gestiegen. Neun Kandidatenlisten gibt es, dazu gehören fünf Parteien (SPD, Die Linke, CDU, AfD, und FDP), ein Berufsverband (Bauernverband Teltow-Fläming/BV) und drei so genannten Wählegruppen: „Für Jüterbog“ (FJB), „Wir sind Jüterbog“ (WSJ) und das Bürgerbündnis Jüterbog (BBJ).

Neuste Kandidatenliste ist gleich die größte

Der Kandidatenzuwachs ist maßgeblich dem BBJ zu verdanken, weil es nicht nur zum ersten Mal um den früheren Einzelkandidaten und gewählten Stadtverordneten Uwe Hüttner antritt, sondern gleich mit 29 Kandidaten aufbietet. Die kleinste Liste stellt die FDP – mit Peter Steinert als einzigem Kandidaten. Die zweitgrößte Liste bietet die FJB mit 24 Kandidaten auf, dicht gefolgt von der SPD mit 23 Kandidaten. Es folgen BV (12), Linke (9), AfD (7), WSJ (7) und CDU (6).

Bürgermeister kandidiert auch

Kommunalpolitisch der wohl prominenteste Bewerber um ein Stadtverordnetenmandat ist Bürgermeister Arne Raue. Er ist erneut der Spitzenkandidat der Gruppe „Wir sind Jüterbog“ (WSJ), obwohl er als Bürgermeister schon ein Mandat in der SVV innehat und das neue Mandat im Falle seiner Wahl nicht annehmen wird, weil er ja Bürgermeister bleiben will und sich im Herbst sicherlich um seine Wiederwahl als solcher bemühen wird. „Ich sehe meine Kandidatur zur Stadtverordnetenversammlung als Gradmesser meiner Arbeit“, sagt Raue dazu, der schon vor fünf Jahren Bürgermeister war und auch schon für die jetzige SVV kandidiert hat. „Auf den Vergleich zu 2014 bin ich sehr gespannt.“

Generationswechsel zu beobachten

Weitere bekannte Kandidaten mit überörtlicher Prominenz sind die beiden Landtagsabgeordneten Erik Stohn (SPD) und Danny Eichelbaum (CDU). Auch ein Generationswechsel ist unter den Kandidaten zu erkennen. So kandidiert Eberhard Mertens vom Bauernverband nach vielen Jahren nicht mehr, steht aber trotzdem auf der BV-Liste, weil sein Sohn genauso heißt wie er. Und bei den Linken will Ulrike Anders in die Fußstapfen ihres verstorbenen Vaters Peter Anders treten, der viele Jahre lang Mitglied der Stadtverordnetenversammlung war.

Überall Kandidaten für die Ortsbeiräte

In allen sieben Ortsteilen ist es gelungen, dass sich Kandidaten für die Ortsbeiräte gemeldet haben. Insgesamt sind es 21 Kandidaten. Meistens ist es nur eine Liste, die im Ort antritt, nur in Markendorf sind es zwei (Linke und ein Einzelwahlvorschlag, in Neuheim sind es drei (SPD und zwei Einzelkandidaten) und in Fröhden vier einzelne Kandidaten.

Von Hartmut F. Reck

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