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Jüterbog Flüchtlingshilfe stellt Banner auf
Lokales Teltow-Fläming Jüterbog Flüchtlingshilfe stellt Banner auf
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18:51 26.08.2019
Ein der Banner „Gesicht zeigen“ hängt an einem Anhänger der Agrargenossenschaft Jüterbog am Ortseingang von Kloster Zinna Quelle: Hartmut F. Reck
Jüterbog

Heimatverbunden und zugleich weltoffen wollen sich viele Jüterboger in Stadt und Land zeigen und somit dem vermeintlichen Image einer fremdenfeindlichen Stadt entgegenwirken. Dazu hat die Flüchtlingshilfe Jüterbog die Aktion „Jüterboger zeigen Gesicht“ ins Leben gerufen. Nach einer etwas längeren Vorbereitungszeit als geplant, sind nun die Banner und Plakate fertiggestellt worden und werden derzeit in der Stadt aufgestellt und ausgehängt.

159 Bürgerporträts

Sie zeigen die Porträts von 159 Bürgern, die sich hinter das Motto „Gesicht zeigen – Jüterbog: heimatverbunden und weltoffen“ stellen. „Das sind Menschen, die in Jüterbog wohnen, oder der Stadt eng verbunden sind, ob nun familiär, freundschaftlich oder arbeitsmäßig“, sagt Mechthild Falk, . Die Fotos sind zu drei Buchstaben und einem Herzen geformt, was soviel heißen soll wie: I love JB, also: Ich liebe Jüterbog.

Keine Ausnahmen wie für Parteien

Doch das Aufstellen der Banner und das Aufhängen der Plakate gestaltet sich etwas schwierig und das in zweierlei Hinsicht. Um Plakatwände aufzustellen, braucht man eine Baugenehmigung, und das dauert Monate. Nur im Wahlkampf gibt es Ausnahmeregelungen für die Parteien und Kandidatenlisten. „Wir wollten schließlich nichts machen, was nicht rechtens ist“, sagt Falk.

So darf die Flüchtlingshilfe im Gegensatz zu den Wahlkämpfern auch ihre unterschiedlich großen Plakate nicht an Laternenpfählen anbringen, sondern ist darauf angewiesen, dass sie in Geschäften hinter Schaufenstern angeklebt werden. Leider gebe es viele Geschäftsleute, die sich aus Angst vor Nachteilen zieren würden.

Agrargenossenschaft stellt zwei Anhänger

Umso dankbarer ist man der Agrargenossenschaft Jüterbog, die gleich zwei Anhänger zur Verfügung gestellt hat, an denen je ein Banner aufgehängt wurde. Ein Hänger steht vor dem Ortseingang nach Kloster Zinna, der andere am Ortsrand Richtung Dahme.

Ein weiteres Banner wurde bereits am Donnerstag an der Straße Am Bahnhof an einem Bauzaun aufgehängt. Diesen musste man aus Luckenwalde herkarren, weil in Jüterbog wegen des Landtags- und des Bürgermeisterwahlkampfs keine mehr zu mieten waren. An diesem Banner wurde am Wochenende gezündelt. Unbekannte hatten versucht, es in Brand zu setzen, was ihnen nicht richtig gelang. Sympathisanten der Aktion reparierten es gleich am nächsten Tag notdürftig mit Klebestreifen.

Wanderbanner bei Kundgebung in Dresden

Währenddessen war das vierte „Wanderbanner“ unterwegs in Dresden. Dort nahm eine Busladung Jüterboger an der Kundgebung „Unteilbar“ teil und führte es als Transparent mit sich. „Das Banner ist so oft fotografiert worden, und wir sind von so vielen Menschen befragt worden“, freut sich Mechthild Falk über die positive Wirkung. „Wir waren und sind gute Botschafter der Stadt, ohne dabei dreckige Wäsche zu waschen“, betont sie.

Mitglieder der Jüterboger Flüchtlingshilfe mit dem neuen Banner „Gesicht zeigen“ bei der Kundgebung „Unteilbar“ am Samstag in Dresden. Quelle: privat

Dem möglichen Vorwurf, dass die Flüchtlingshilfe erst so kurz vor der Bürgermeisterwahl mit ihren Plakaten anrückt, begegnet ihre Sprecherin gelassen: „Das war so nicht geplant. Wir wollten schon in den Sommerferien damit beginnen. Wir machen hier keinen Wahlkampf“, sagt sie, „aber immerhin eine klare Aussage.“

Von Hartmut F. Reck

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