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Jüterbog Alte Schauburg sucht privaten Investor
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20:31 29.03.2019
Die alte Schauburg, das ehemalige Kino von Jüterbog. Quelle: Hartmut F. Reck
Jüterbog

Die Alte Schauburg wird zur Erbpacht ausgeschrieben. Das beschlossen die Stadtverordneten auf ihrer jüngsten Sitzung mehrheitlich. So können sich jetzt private Investoren darum bewerben, die Anlage für 99 Jahre zu pachten und nach einer umfassenden Sanierung dort Platz für ein Freizeitangebot zu schaffen.

Vorschlag von Bürgermeister und FJB

Dieser Beschluss beruht – wie MAZ bereits berichtete – auf einem gemeinsamen Vorschlag von Bürgermeister Arne Raue (parteilos) und der Fraktion „Für Jüterbog“ (FJB). Demnach hofft man auf diese Weise einen Investor zu finden, der das baufällige Gebäude saniert und in der Innenstadt einen privat bewirtschafteten Treffpunkt vor allem für Jugendliche, aber auch für Menschen anderer Altersgruppen schafft. Die Stadt als Eigentümerin der Liegenschaft sei finanziell nicht in der Lage, das Gebäude wiederherzustellen. „Ein Bieterwettbewerb soll mit einer Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung zur Vergabe enden“, heißt es in der Begründung.

SPD fordert Überweisung in Ausschüsse

FJB-Fraktionsvorsitzender Hendrik Papenroth bat die Stadtverordneten, diese Chance zu nutzen, damit man endlich in die Gänge kommt. Dagegen forderte Gabriele Dehn (SPD), zunächst den Bau- und den Sozialausschuss damit zu befassen. Sie bezweifelte, dass man mit Jugendarbeit Geld verdienen könne.

SVV soll letzte Entscheidung treffen

Peter Hacke (Linke) forderte, wenigstens die Vergabe an ein Nutzungskonzept zu koppeln. Sein Parteifreund Anton Gorisek meinte, dass wenigstens der Satz aus der Begründung mit in den Beschlusstext aufgenommen werden müsse, dass nämlich die SVV das letzte Wort hat. Das griff Erik Stohn (SPD) auf und stellte den Änderungsantrag, dass der Bieterwettbewerb von der Entscheidung der SVV zu enden hat. Dies wurde einstimmig angenommen. Der Verweis in die Ausschüsse wurde gegen die Stimmen der SPD abgelehnt.

Der Gesamtantrag wurde mehrheitlich gegen die vier Stimmen der SPD angenommen.

Von Hartmut F. Reck

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