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Jüterbog Abschied nach 18 Jahren
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21:31 13.08.2018
So langsam müssen sich die Kita- und Hortkinder des Familienzentrum von Regina Rauhut verabschieden. Quelle: Isabelle Richter
Altes Lager

„Das mulmige Gefühl stellt sich so langsam ein“, sagt Regina Rauhut mit Blick auf die Zukunft. In drei Wochen heißt es für die 60-Jährige Abschied nehmen. Am 31. August verlässt die langjährige Leiterin das Familienzentrum in Altes Lager. Nach 18 Jahren, 17 davon als Leiterin, Tätigkeit an der Einrichtung geht sie Ruhestand. Ihre Nachfolgerin wird ihre Stellvertreterin Anke Lange.

Verschiedene Wege führten zum Ziel

Regina Rauhut lebt schon seit ihrer Kindheit in der Gemeinde Niedergörsdorf. Sie wuchs im Ortsteil Seehausen auf, ging in Blönsdorf zur Schule. Nach ihrem Schulabschluss absolvierte sie eine Ausbildung zur Malerin und Dekorateurin. „Das hat mir unheimlich viel Spaß gemacht“, sagt Regina Rauhut.

Nachdem sie 1977 ihr erstes von drei Kindern bekam, wechselte sie jedoch die Branche. In einem Jüterboger Baubetrieb schloss sie eine berufsbegleitende Ausbildung ab und arbeitete dann dort als Industriekauffrau. Damals lebte sie mit ihrem Mann, dem Niedergörsdorfer Bürgermeister Wilfried Rauhut, bereits in Bochow und bekam zwei weitere Kinder.

Aus Mobilitätsgründen und um näher bei ihren Kindern zu sein, entschied sie sich allerdings dafür, direkt in Bochow nach einer neuen Arbeitsstelle zu suchen. Regina Rauhut fragte in der damaligen Bochower Kita nach einem Job und begann ab Mitte der 1980er Jahre mit einer weiteren berufsbegleitenden Ausbildung zur Erzieherin.

Seit 2000 im Familienzentrum

Bis zur Schließung der Betreuungseinrichtung am 30. Juni 1995 war sie in Bochow als Erzieherin tätig. Anschließend arbeitete sie als Jugendkoordinatorin für Aussiedler im Gemeinschaftswerk Niedergörsdorf. „Wir haben tolle Projekte ins Leben gerufen, viele Kinder- und Jugendliche begleitet und beraten“, sagt sie.

Den Wunsch, noch einmal als Erzieherin zu arbeiten, hegte sie trotzdem weiter. Anfang September 2000 begann sie schließlich als Erzieherin im Familienzentrum Altes Lager zu arbeiten. „Damals haben wir mit nur sieben angemeldeten Kindern angefangen“, sagt sie. Inzwischen hat die Einrichtung eine Kapazität für 152 Kinder im Alter von null bis zwölf Jahren. 14 Erzieherinnen kümmern sich um die Krippe sowie vier Kita-Gruppen und den Hort.

Ein Jahr nach ihrer Anstellung als Erzieherin im Familienzentrum wurde nach einer neuen Leiterin gesucht. Regina Rauhut zögerte zunächst, bekam von ihrem damaligen Team jedoch den nötigen Zuspruch und nahm die Stelle an.

Regina Rauhut vertraut auf ihr starkes Team

Seitdem hat sich in der Einrichtung viel getan. Gemeinsam mit ihren Kolleginnen hat Regina Rauhut etliche Projekte zur Gesundheits- und Sprachförderung sowie Bewegungsangebote in der Betreuungseinrichtung etabliert. Rückblickend gibt sich die 60-Jährige jedoch bescheiden. „Eine Leiterin kann noch so gut sein. Aber wenn das Team nicht mitzieht und dahintersteht, kann man wenig erreichen“, sagt sie. Für die Zukunft wünscht sie sich, dass die Zusammenarbeit zwischen den Kolleginnen weiterhin so gut funktioniert und sie trotz der manchmal schwierigen Bedingungen stets motiviert und neugierig für neue Angebote bleiben.

Den Arbeitsalltag mit den Kindern und den Kolleginnen wird Regina Rauhut vermissen. Doch sie macht bereits Pläne, um sich ihren Ruhestand lebendig zu gestalten. Mit ihren sechs Enkelkindern, ein paar Reisen und dem Klavierspielen möchte sie künftig ihre Zeit vertreiben. Zudem erklärt sie: „Ich kann kein Englisch und könnte mir vorstellen vielleicht noch mal eine Sprache zu lernen.“

Von Isabelle Richter

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