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Jüterbog Bauaufsicht verbietet Kunstausstellung
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00:23 18.05.2019
Das denkmalgeschützte, rot geklinkerte „Bürgermeisterhaus“ in der Mönchenstraße 14 gehört zu stadtbildprägenden Gebäuden in Jüterbog.
Jüterbog

Moderne Kunst im denkmalgeschützten Ambiente zu präsentieren ist eine schöne Sache, bei der beides, Kunst und Baukunst, gut zur Geltung kommen würde, glaubt Architekt Thomas Näther. Vor gut sieben Jahren erwarb der Baruther das neogotische „Bürgermeisterhaus“ in der Mönchenstraße. Seither kämpft der mit einem Preis für besonders denkmalgerechte Gebäudesanierung bedachte Fachmann mit der Denkmalbehörde des Landkreises um die Details für die Sanierung.

Vor dem Vergessen bewahren

Weil sich bei der Baugenehmigung nichts bewegt, steht das vor Jahren leergezogene und von Näther inzwischen größtenteils entkernte Gebäude, das zu den prägendsten Gebäuden im Stadtbild zählt, leer. Um Werbung zu machen für seine Sanierungs-Pläne und um das Gebäude nicht ganz in Vergessenheit geraten zu lassen, organisierte der Architekt im vergangenen Herbst zum ersten Mal unter dem Titel „Zwischenraum“ eine Kunstausstellung. Wegen des Erfolges der Schau sollte es am kommenden Freitag eine Neuauflage, diesmal mit Bildern und Fotografien anderer Künstler, geben. Doch die wurde nun von der Bauaufsicht des Landkreises verboten. Sollte sich der Bauherr und Hausbesitzer nicht an diese Auflage halten, droht die Behörde mit einer gebührenpflichtigen Untersagungs-Verfügung.

Behörde agiert ohne Grundlage?

„Die Behörde ermächtigt sich selbst, auf welcher Grundlage, kann ich nicht nachvollziehen“, macht Näther seinem Ärger über die erneute Zuspitzung des Konflikts Luft. Der Stillstand bei den fachlichen Auseinandersetzungen ist für ihn nicht nur in finanzieller Hinsicht ein Fiasko, sondern kratzt auch an seiner Ehre als Architekt. Während die Denkmalbehörde bereits mehrere Sanierungs-Varianten abgelehnt hat und auf die Einreichung neuer, mit hohen Kosten erstellter Pläne beharrt, drängt Näther zu einem klärenden Vor-Ort-Gespräch, das man ihm aber verweigere. „Aber was soll ich beantragen, so lange ich gar nicht weiß, was ich anders machen soll“, sagt er resignierend. Dass er an der Behörde vorbei nicht loslegen kann, muss er zähneknirschend hinnehmen.

Plakat für die Kunstausstellung, die nun verboten. Quelle: Uwe Klemens

Für ein Verbot der Kunst-Ausstellung fehlt der Baubehörde seiner Meinung nach die gesetzliche Grundlage. „Wenn ich gewollt hätte, hätte ich das Haus auch im alten Zustand weiter vermieten oder selbst darin wohnen können und bereue inzwischen sogar, dass ich das nicht so gemacht habe“, sagt der Architekt. Durch die Nutzung als Flurgalerie bliebe das Haus in seiner Substanz unverändert. Die befreundeten Künstler bekämen das Gebäude kostenfrei zur Verfügung gestellt und das kulturelle Leben der Stadt würde bereichert, sei also ein Gewinn für alle Beteiligten, so Näther.

Verbot statt Zusage

Den Stein des Ausstellungsverbots ins Rollen gebracht hat er selbst. Denn auch die Denkmalbehörde und Bauaufsicht bekamen eine Einladung für die Eröffnung. Statt einer freundlichen Zusage flatterte ihm die Strafandrohung ins Haus. Als Begründung genannt wird in diesem Schreiben der jahrelange Leerstand des Hauses. Eine Anfrage der MAZ an die Bauaufsicht blieb seit vergangenem Donnerstag unbeantwortet, da die bearbeitende Kollegin nicht im Hause sei, so die Auskunft der Pressestelle.

Von Uwe Klemens

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