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Jüterbog Bauarbeiten am Sportlerheim gestartet
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01:15 15.06.2019
Ron Peterson (l.) und Sven Hildebrandt bei der Baubesprechung im Sportlerheim Altes Lager Quelle: Isabelle Richter
Altes Lager

In einem desolaten Zustand ist derzeit ein Teil des Sportlerheims im ehemaligen Militärstadion in Altes Lager. Doch so dramatisch wie es klingt, ist es nicht. Im Gegenteil: Die in dieser Woche gestarteten Abrissarbeiten im Inneren des Vereinshauses sind der nächste Schritt zur Aufwertung des historischen Sportkomplexes.

Neben den Mitgliedern der SG Blau-Weiß Altes Lager wird in dem Sportlerheim künftig auch der Tennisclub sein eigenes Domizil haben. Aktuell ist die Firma „Transporte & Entrümpelung Sven Hildebrandt“ aus Kemberg vor Ort, um den Rohbaustatus in dem 75 Quadratmeter großen Bereich herzustellen.

Das in die Jahre gekommene Sportlerheim wird aktuell komplett entkernt. Quelle: Isabelle Richter

Nichttragende Wände sowie alte Wand- und Fußbodenbeläge sollen bis Ende dieser Woche entfernt werden. Aus den vielen kleinen Räumen entsteht künftig ein großer Versammlungsraum mit offener Küche. Darüber hinaus bekommen die Tennisspieler ein Besucher-WC und eine barrierefreie Toilette sowie Duschen und einen Umkleideraum mit kleiner Abstellkammer für Geräte.

Aufarbeitung der Fassade und originalgetreue Fenster

„Wir werden uns Ende August mit dem Einzug beschäftigen“, berichtet Ron Peterson vom Bauamt der Gemeinde Niedergörsdorf zum Zeitplan. Peterson ist selbst regelmäßig auf der Baustelle vor Ort, um die nächsten Arbeitsschritte mit den Bauarbeitern zu besprechen. Neben einem komplett neuen Innenausbau soll auch die Fassade des Sportlerheimes in den kommenden Wochen aufgearbeitet werden. „Es wird nachher ungefähr so aussehen wie das Haus der Jugendfeuerwehr“, erklärt er. Auch die bisherigen Fenster werden durch eine originalgetreue Variante ersetzt. „Wir wollen das Bild wieder so herstellen, wie es einmal war“, so Peterson.

Die einstige Trafostation für die ehemalige Höhere technische Fliegerschule der Wehrmacht wurde ebenfalls saniert und im Jahr 2016 den Kameraden aus Altes Lager feierlich übergeben. Die Fassade des Sportlerheimes am nahegelegenen Sportkomplex wird nach den Bauarbeiten auch wieder so schön aussehen. Quelle: H.-Dieter Kunze

Auch der Vorsitzende der SG Blau-Weiß Altes Lager, Sven Müller, schaute in dieser Woche im Sportlerheim vorbei. Er und seine Vereinskollegen hatten den Tennisspielern freiwillig eine Hälfte des Hauses überlassen, da die Räumlichkeiten vorher sowieso nur noch als Abstellkammer genutzt wurden. Seit dem Umzug der Jüterboger Tennissportler auf das Gelände in Altes Lager pflegen beide Vereine ein freundschaftliches Verhältnis. Ein gemeinsames Fest zur Einweihung der Sportanlage sei im kommenden Jahr geplant.

Eine Jahr Ruhezeit für den Rasenplatz

So lange müssen die Fußballer von der SG Blau-Weiß nämlich noch warten, bis sie ihren frisch sanierten Rasenplatz bespielen dürfen. Ende vergangenen Jahres hatten auch hier die Arbeiten begonnen. Seit ein paar Wochen wird die neu angelegte Rasenfläche von der Bewässerungsanlage nun dreimal täglich automatisch feucht gehalten. „In der nächsten Woche können wir schon den ersten Schnitt machen – dann wird noch einmal gedüngt“, berichtet Ron Peterson zum aktuellen Stand.

Ein Jahr lang muss der neu angelegte Platz nun außerdem ruhen. Für Sven Müller aber kein Problem: „Wir haben jetzt 20 Jahre auf einen neuen Platz gewartet, da kommt es auf das eine Jahr auch nicht mehr an.“ Alternativ wird zurzeit in Niedergörsdorf trainiert.

Altes Lager verpflichtet Engländer

Nach der Wahl eines neuen Vorstandes und dem Beginn der Bauarbeiten hat es innerhalb des Vereins einen richtigen Ruck gegeben. Allein durch die intensive Nachwuchssuche im Bereich Fußball konnte die SG Blau-Weiß Altes Lager seine Mitgliederzahlen nach nur einem Jahr verdoppeln. Neben einer Männermannschaft kann der Verein für die kommende Saison auch wieder zwei Jugendmannschaften für den Spielbetrieb melden.

Die Krönung sei außerdem die Verpflichtung eines 18-Jährigen Spielers aus England für die kommende Saison. „Ich bin gut mit seinem Vater befreundet und weil der Junge gern mal ein Jahr woanders verbringen würde, haben wir ihn gleich verpflichtet“, sagt Sven Müller und lacht.

Tennis-Club wieder voller Euphorie

Auch bei den Tennisspielern läuft es seit dem Umzug nach Altes Lager wieder richtig gut. Vorstandsmitglied Karolin Friedrich freut sich über die aktuellen Fortschritte im Sportlerheim. Die aktuellen Punktspiele sowie die Ausbildung von drei neuen Trainern laufen gut. Darüber hinaus habe das Tennisfest Anfang Mai trotz Regen zahlreiche Besucher auf die Anlage gelockt.

„Wir konnten dadurch sogar neue Mitglieder bei den Erwachsenen und Kindern gewinnen“, berichtet Karolin Friedrich. Insgesamt sei der Verein durch den neuen, gesicherten Standort wieder voller Euphorie. „Wir freuen uns sehr, dass bisher alles so gut geklappt hat“, so Karolin Friedrich.

Von Isabelle Richter

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