Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Jüterbog 150 Jahre altes Kuchen-Eisen ist das neue, große Ding
Lokales Teltow-Fläming Jüterbog 150 Jahre altes Kuchen-Eisen ist das neue, große Ding
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
Jetzt kostenlos Testen Zur Anmeldung
18:59 02.02.2020
Rund ein Dutzend Teams macht jedes Jahr mit beim Klemmkuchen-Wettbacken. Quelle: Victoria Barnack
Anzeige
Jüterbog

Klemmkuchen backen bei zweistelligen Plusgraden, das haben viele Einwohner im Fläming noch nicht so oft erlebt. „Das Wetter hat aber keinen Einfluss aufs Backen“, sagt Falk Kubitza. Er und seine Kollegen vom Heimatverein Jüterboger Land wissen das, sie backen fast das ganze Jahr über Klemmkuchen.

Immer am ersten Sonntag im Februar laden sie öffentlich dazu ein. Auf dem Hof von Wirtin Betti Krähe feiern sie das Klemmkuchenfest samt Wettbewerb. „Nur gegessen werden müssen die Klemmkuchen schneller“, fügt Kubitza noch über das regnerische Wetter an, „weil sie nicht so lange knusprig bleiben.“

Rund ein Dutzend Teams macht jedes beim Klemmkuchen-Wettbacken mit. Die Fachmänner vom Heimatverein achten nicht nur auf die Zeit. Auch das Auge isst mit.

Der Wettbewerb am Klemmeisen ist nicht ganz ernst gemeint. Zu gewinnen gab es am Sonntag zum inzwischen siebten Mal in erster Linie Ruhm und Ehre, oben drauf einen Wanderpokal und eine besondere Backschürze. Und natürlich die eigenhändig gebackenen Klemmkuchen. Startgeld oder Eintritt auf den Hof – all das gibt es bei Gastgeberin und Wirtin Betti Krähe nicht.

„Es macht Spaß, aber ist schwierig“

Den Auftakt gab in diesem Jahr ein königliches Team. Das Jüterboger Prinzenpaar feierte Premiere am Klemmeisen – mit viel Spaß aber wenig Erfolg. „Die Zeit war nicht schlecht“, erklärt Jurymitglied und Klemmkuchenfachmann Andreas Dehn, „aber aus Angst vor dem heißen Eisen hat die Prinzessin zu langsam gerollt, dabei sind die Klemmkuchen zerbröselt.“

Das Prinzenpaar stört das mittelmäßige Abschneiden kaum. „Es macht einfach Spaß“, sagt Marco Dammmüller, „aber es ist schwierig.“

Wer gewinnen will, darf keine Angst vor der Hitze am Klemmeisen haben. Quelle: Victoria Barnack

Dabei hat die Jury für die Klemmkuchenbäcker in diesem Jahr eine Regel eingeführt, die das Backen vereinfacht. „Der Teig wird nicht mehr mit der Kelle aufs Eisen gegossen, sondern aus einem kleinen Messbecher“, erklärt Dehn. Das hält den Arbeitsplatz sauber und erspart den ungeübten Bäckern das schwierige Abschätzen der richtigen Teigmenge.

Von den alten Klemmeisen kann man Name und Wohnort des Besitzers genauso ablesen wie das Jahr der Herstellung: 1876. Quelle: Victoria Barnack

Und noch etwas war neu beim siebten Klemmkuchenfest in Jüterbog: Gebacken wird seit diesem Jahr mit „einem neuen, alten Eisen“, so Kubitza. Fast 150 Jahre ist das originale Klemmeisen alt. „Der Spender aus Körbitz wollte es in gute Hände geben“, sagt Kubitza. Sein Familienname und der Wohnort sind traditionell zu lesen. Auf der Rückseite stehen Tipps, wie der Kuchen besonders gut gelingt.

Von Victoria Barnack

Zum Abschluss seiner Ausstellung versteigerte Fotograf und MAZ-Reporter Uwe Klemens seine Fotos am Freitagabend unter den Gästen. Der Erlös geht an den Dahmer Arbeitskreis „Kinder von Tschernobyl“ mit dem Uwe Klemens unter anderem nach Weißrussland reiste.

02.02.2020

Beim Großbrand im Juni 2019 durfte die Feuerwehr das gefährliche Areal nicht betreten. Jetzt werden dort Bäume gefällt. Die Bürger rund um den alten Truppenübungsplatz bei Jüterbog verunsichert das. Nun erklärt der Eigentümer, was los ist.

02.02.2020

Beim Großbrand im Juni 2019 durfte die Feuerwehr das gefährliche Areal nicht betreten. Jetzt werden dort Bäume gefällt. Die Bürger rund um den alten Truppenübungsplatz bei Jüterbog verunsichert das. Nun erklärt der Eigentümer, was los ist.

02.02.2020