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Jüterbog Der Blanke Teich wird entkrautet
Lokales Teltow-Fläming Jüterbog Der Blanke Teich wird entkrautet
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14:39 11.09.2019
Bereits nach einem Tag war der Berg mit dem Bio-Abfall rings um das Angelgewässer beträchtlich. Quelle:  Uwe Klemens
Jüterbog

„Endlich!“, werden in diesen Tagen in Jüterbog nicht nur die Freizeitangler aufatmen, sondern auch die tierischen Bewohner des Blanken Teichs. Das immer stärker vom Ufer aus in Richtung Teichmitte wachsende Schilf ist seit Jahren ein immer wieder genanntes Ärgernis. Seit Wochenbeginn sind Mitarbeiter des Gewässerunterhaltungsverbandes Dahme-Nuthe am Teich im Einsatz, um das Problem in den Griff zu bekommen. Auftraggeber der Maßnahme ist der Kreisanglerverband Luckenwalde (KAV), in dem auch die Jüterboger Angler organisiert sind.

Drei Tage Kampf gegen die „Wasserpest“

„Etwa drei Tage“, schätzt Technikführer Martin Bergemann die benötigte Zeit, um mithilfe seines Amphibien-Fahrzeugs den Schilfgürtel rings um das größte Jüterboger Gewässer deutlich gelichtet zu haben und das praktisch überall bis unter die Wasseroberfläche wachsende Hartkraut mittels Hydraulik-Rechen aus dem schlammigen Seegrund zu ziehen. Den Spitznamen „Wasserpest“ trägt das Kraut seiner Meinung nach zu Recht. Wo es wächst, sinkt der Sauerstoffgehalt des Wassers dramatisch, so dass es Fische und Lurche schwer haben. Durch absterbende Pflanzenteile, die dann auf den Teichboden sinken und faulen, wird dieser Prozess noch verstärkt.

„Beim Blanken Teich haben wir pro Liter Wasser derzeit nur noch zwei Milligramm Sauerstoff, drei wären für die Lebewesen im Wasser das absolute Minimum“, schildert KAV-Vorstandsmitglied und -Schatzmeister Jochen Kubick den Ernst der Lage und den Grund, warum nun schnelles Handeln angesagt war.

Pflege statt Selbstlauf

Die Entkrautung und der Rückschnitt des Schilfgürtels sind für ihn nur der Anfang der notwendigen Pflegemaßnahmen. „Wir leben nun mal in einer Kulturlandschaft, die gepflegt werden muss, anstatt sie dem Selbstlauf zu überlassen“, sagt Kubick. „Wenn wir nichts machen und das ursprünglich gar nicht bei uns beheimatete Kraut einfach wuchern lassen, ist bald alles tot.“

Ein gutes Beispiel, wo das beherzte Eingriffen des Anglerverbandes Früchte trug, befindet sich nur wenige hundert Meter vom Blanken Teich entfernt: der Rohrteich.

Auch dort waren die Sauerstoff-Werte des Angelgewässers vor wenigen Jahren auf ähnlich dramatische Werte gesunken, wie es derzeit im Blanken Teich geschieht. Durch mehrfaches Entkrauten, Schilf-Rückschnitt und mehrjähriges Belüften des Teichbodens mittels solarbetriebener Luftpumpen liegt der Wert inzwischen bei zehn Milligramm pro Liter, so dass die Fische und sonstigen Lebewesen nicht mehr vergeblich nach Luft schnappen müssen.

Regelmäßige Maßnahmen geplant

Auch auf den bald wieder blanken Blanken Teich wollen die Mitglieder des Anglerverbands nun regelmäßig ein wachsames Auge haben und sind froh, dass sie dabei zumindest ideell von den Wasser- und Naturbehörden unterstützt werden. Auch die Stadt ist mit im Boot und kümmert sich um den Abtransport des aus dem Teich gefischten Bio-Abfalls.

Die Kosten für den Einsatz des Amphibien-Fahrzeugs trägt der Anglerverband. Er erhebt dafür von seinen Mitgliedsverbänden eine Sonderumlage.

In einer vorherigen Version dieses Beitrags war versehentlich vom Rohrteich mit schlechten Sauerstoff-Werten die Rede. Der Fehler wurde nun bereits korrigiert.

Von Uwe Klemens

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