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Jüterbog Feuer auf Jüterboger Ex-Truppenübungsplatz 100 Hektar stehen in Flammen
Lokales Teltow-Fläming Jüterbog Feuer auf Jüterboger Ex-Truppenübungsplatz 100 Hektar stehen in Flammen
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12:33 26.07.2019
Eine Rauchwolke steigt über einem Wald bei Jüterbog auf. Quelle: dpa/Stähle
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Jüterbog

Erneut breitet sich der Waldbrand auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz bei Jüterbog (Teltow-Fläming) schnell aus. Hatten am frühen Donnerstagabend noch 32 Hektar in einem besonders mit Munition verseuchtem Gebiet gebrannt, waren es laut Feuerwehrangaben kurz darauf schon 50 Hektar. Das hätten Aufklärungsflüge mit Hubschraubern gezeigt. Das Gebiet dürfe nicht betreten werden.

Am Freitagvormittag gibt es gute und schlechte Nachrichten: Das Feuer auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz hat sich zwar auf 100 Hektar ausgebreitet, stellt aber derzeit keine Gefahr für die umliegenden Ortschaften dar. „Über Nacht war das Feuer sogar ausgegangen“, berichtet der Einsatzleiter und Jüterbogs Stadtwehrführer Michael Rinderle am Vormittag.

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Dank deutlich gesunkener Temperaturen auf knapp 20 Grad und der hohen Luftfeuchtigkeit in den Morgenstunden war das Feuer auf dem munitionsbelasteten Areal zurückgegangen. Am Freitagvormittag entfachte es sich dann wegen aufkommender Winde und den wieder steigenden Temperaturen erneut. Derzeit sind Feuerwehren aus Jüterbog, Altes Lager, Oehna und Kloster Zinna mit 26 Kameraden im Einsatz. „Auch ein Löschhubschrauber ist wieder unterwegs“, berichtet Rinderle.

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Erst im Juni hatte es an anderer Stelle auf dem Areal des Truppenübungsplatzes einen verheerenden Waldbrand gegeben. Derweil sind zwei Löschhubschrauber der Bundes-und Landespolizei im Einsatz, wie der rbb berichtet.

Zum zweiten Mal innerhalb weniger Wochen steigen dicke Rauchwolken über dem Truppenübungsplatz bei Jüterbog auf.

Die Stimmung vor Ort ist zwar entspannt. Dennoch bleibt die Feuerwehr in Habachtstellung. Die Einsatzkräfte arbeiten derzeit größtenteils auf einem Brandschutzstreifen im südwestlichen Bereich des über 9000 Hektar großen Gebietes. „Am Donnerstagabend haben wir die Randgebiete mit Schaum benetzt“, sagt Michael Rinderle. „Mit dieser Arbeit machen wir jetzt weiter. Denn näher können und wollen wir momentan nicht ans Feuer ran.“

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Zumindest in der Nacht zum Freitag war dieser Plan schon aufgegangen: Weil sie den größtenteils munitionsbelasteten Brandbereich nicht betreten dürfen, trafen die Feuerwehrleute provisorische Maßnahmen. Die Wege wurden mit Wasser und Schaum benetzt. Auf diese Weise soll das Feuer auch ohne den Einsatz von Menschen in Grenzen gehalten werden.

Löscharbeiten gehen weiter

Die Löscharbeiten waren am späten Donnerstagabend zunächst beendet worden. Am Freitagmorgen wurden die Arbeiten fortgesetzt.

Wie sich die Lage am Freitagnachmittag weiterentwickelt, bleibt derweil auch für die Einsatzleitung ungewiss. „Aktuell weht der Wind in Richtung Pechüle und Klausdorf“, erklärt Michael Rinderle. „Jetzt ist es wichtig, dass kein Funkenflug entsteht und weitere Bereiche in Brand setzt.“

 

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Der Brand im Juni war nach einer Woche unter Kontrolle gebracht worden. Tagelang mussten noch Glutnester bekämpft werden. Zeitweise brannten 744 Hektar - eine Fläche größer als 1000 Fußballfelder. Es war bislang der größte Waldbrand in Brandenburg.

Der ehemalige Truppenübungsplatz wurde bis 1992 militärisch genutzt. Alte Kampfmittel verrotten dort seit Jahrzehnten im Boden mit einer unberechenbaren Wirkung.

Von RND/dpa/iro/vb

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