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Jüterbog Bürgersteig ist zu breit und zu steil
Lokales Teltow-Fläming Jüterbog Bürgersteig ist zu breit und zu steil
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17:28 27.03.2019
Ein Teil der breiten Seitenanlagen nehmen Parktaschen ein wie hier im bereits fertigen westlichen Teil der Großen Straße.
Jüterbog

Je weiter sich die neue B 102 der Jüterboger Ortsmitte nähert, desto entsetzter ist man über die Seitenanlagen. Die Gehwege fallen nicht nur zu steil zur Straße ab, sondern sind auch noch extrem breit.

So gab es schon Anfragen von Bürgern bei der MAZ, denen aufgefallen ist, wie weit der bereits gesetzte Bordstein von den Hauswänden entfernt ist. Demnach wäre etwa der südliche Gehweg entlang der Sparkasse etwa dreimal so breit wie vorher.

Pläne nicht rückgängig zu machen

Das ist inzwischen auch Bürgermeister Arne Raue (parteilos) aufgefallen. „Die Planung hat einen riesig-breiten Fußweg vorgesehen“, bestätigt er gegenüber MAZ. „Ich weiß nicht, wer sich das damals ausgedacht hat“, ärgert er sich. Die Planung sei vor etwa zehn Jahren im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens entstanden, das wiederum zehn Jahre lang gedauert habe. „Ich kann jedenfalls die Überlegungen von damals nicht nachvollziehen“, sagt Raue heute. Er wisse aber, dass es zwecklos sei, jetzt noch zu versuchen, die Planung rückgängig zu machen. Dies dürfte schon deswegen unmöglich sein, weil die Ausführung inzwischen so weit fortgeschritten ist.

Der südliche Gehweg an der Großen Straße (B102) wird ziemlich breit. Quelle: Hartmut F. Reck

Dennoch sei in den letzten Wochen zutage getreten, so Raue, „dass die Bauausführung erhebliche Mängel bei der Erstellung des Fußweges vermuten lässt“. Wie MAZ bereits berichtete, wurde die starke Neigung des Bürgersteigs in Richtung Straße bemängelt. „Trotz regelmäßiger Vor-Ort-Absprachen zwischen allen am Bau Beteiligten, deutet sich an“, so formuliert es Raue vorsichtig, „dass dieses Problem auch für die weiteren Bauabschnitte nicht gelöst ist.“ Er erinnert daran, dass die Stadt frühzeitig ihre Bedenken angemeldet und wiederholt vorgetragen habe.

Suche nach den Ursachen

Deswegen verweigere die Stadt nun die Bauabnahme der bereits fertiggestellten Bauabschnitte. Weil sich die bauausführende Firma auf die Planung beruft, nach der sie sich richte, hat sich laut Bürgermeister eine Klärung mit dem für den Plan verantwortlichen Landesbetrieb Straßenwesen bisher nicht herbeiführen lassen. So sei unverändert offen, wo die Ursachen zu finden sind und inwieweit die Arbeiten einschließlich der Planung normgerecht sind.

Krisentreffen auf Leitungsebene

Deshalb hat sich Bürgermeister Raue entschlossen, ein „Krisentreffen auf Leitungsebene“ einzuberufen. Dabei gehe es um die Verhinderung weiterer eventueller Fehler. Raue: „Auch wenn bis jetzt unklar ist, ob Normen missachtet wurden und damit tatsächlich ein Mangel besteht, wäre es fatal, hier nicht umgehend zu reagieren und eventuelle Fehler fortzuführen.“

Ein Problem könnte sich in Wohlgefallen auflösen. Der breite Gehweg dürfte noch von Parkbuchten eingeengt werden, wie man schon im westlichen Teil der Großen Straße sehen kann. Doch auch über deren Anordnung ist Raue unzufrieden. Es sei viel zu viel Parkfläche in der Planung weggenommen worden.

Von Hartmut F. Reck

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